Lionel Messi verzaubert die WM 2026 mit kalkuliertem Gehfußball
Trotz minimaler Laufleistung dominiert Lionel Messi die WM 2026 durch perfekte Spielbeobachtung und pures Kalkül.
Die argentinische Nationalmannschaft steht im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. Der amtierende Weltmeister besiegte Ägypten in einer mitreißenden Partie mit 3:2. Nach einem 0:2-Rückstand drehten die Südamerikaner das Spiel in der Schlussphase innerhalb von nur 13 Minuten, maßgeblich angetrieben von Kapitän Lionel Messi.
Die Rollen schienen vor dem Anpfiff klar verteilt, doch der erste Eindruck auf dem Platz täuschte. Die Ägypter verbarrikadierten sich nicht am eigenen Strafraum, sondern suchten selbstbewusst den Weg nach vorne. Dieser Mut wurde früh belohnt: Nach einer Flanke von Marwan Attia setzte sich Innenverteidiger Yasser Ibrahim im Luftduell gegen Lisandro Martinez durch und köpfte in der 15. Minute unhaltbar zur Führung ein.
Die Albiceleste war gefordert und drängte auf die schnelle Antwort. Als Haissem Hassan den aufgerückten Nicolas Tagliafico im Sechzehner zu Fall brachte, bot sich die große Ausgleichschance. Lionel Messi trat zum fälligen Elfmeter an, scheiterte jedoch an Ägyptens starkem Keeper Mostafa Shobeir. Für den 39-jährigen Superstar war es bereits der zweite verschossene Strafstoß im laufenden Turnier und der vierte bei einer Weltmeisterschaft insgesamt. Damit hält der etatmäßige Rekordjäger nun eine bittere historische Bestmarke: Kein anderer Spieler vergab bei WM-Endrunden häufiger vom Punkt.
Shobeir wuchs nach der Parade förmlich über sich hinaus. Der 26-jährige Schlussmann parierte einen Kopfball von Julian Alvarez und zeigte kurz vor der Pause einen Weltklassereflex gegen den Stürmer. Als Mostafa Zico in der 67. Minute sogar auf 2:0 für den Underdog erhöhte, schien die Sensation und das Turnier-Aus für den Weltmeister perfekt.
Argentinien drängte die Nordafrikaner im zweiten Durchgang immer tiefer in die eigene Hälfte, brauchte aber bis zur 79. Minute für den Durchbruch. Dann schlug die Stunde des Kapitäns: Messi bediente Cristian Romero mustergültig, der den 1:2-Anschlusstreffer markierte. Die Südamerikaner witterten ihre Chance und legten sofort nach. Nur vier Minuten später nahm Messi das Heft selbst in die Hand und traf zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich (83.).
Die Ägypter, die dem immensen Druck nun kaum noch standhalten konnten, mussten in der Nachspielzeit den finalen Nackenschlag hinnehmen. Enzo Fernandez schoss den Ball zum 3:2 in die Maschen (90.+2) und vollendete das sensationelle Comeback. Während die Nordafrikaner trotz einer beherzten Leistung die Heimreise antreten müssen, darf Argentinien weiter von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen.
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