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Lionel Messi steht mit der argentinischen Nationalmannschaft am Sonntagabend (21 Uhr) im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Gegen Spanien greift der 39-jährige Ausnahmefußballer nach seinem zweiten WM-Titel und könnte damit seine historische Karriere bei der Albiceleste mit dem ultimativen Triumph krönen.

Raus aus dem Schatten von Diego Maradona

In seiner Heimat Argentinien war das Verhältnis zu der Fußball-Lichtgestalt lange Zeit kompliziert. Doch spätestens seit dem Titelgewinn in Katar 2022 ist aus dem einstigen Unvollendeten der absolute Liebling der Nation geworden. Ein Sieg im Endspiel gegen die starken Spanier würde den langjährigen Kapitän wohl endgültig über den legendären Diego Maradona heben. Dessen Tod und der aktuell neu aufgerollte Gerichtsprozess um seine letzten Stunden sind in Südamerika derzeit allgegenwärtig. Für Messi bietet sich bei seiner sechsten WM-Teilnahme – genau 20 Jahre nach dem bitteren Viertelfinal-Aus gegen Deutschland 2006 – nun die Chance auf den perfekten Abschied von der größten Fußballbühne.

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Vom genialen Techniker zum Mentalitätsmonster

Wer dachte, der Wechsel in die nordamerikanische MLS zu Inter Miami würde den fußballerischen Hunger des Offensivkünstlers stillen, sieht sich getäuscht. Mit herausragenden acht Toren und vier Vorlagen trug der Routinier sein Team bei dieser Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko fast im Alleingang ins Finale. Dabei besticht der Südamerikaner nicht nur durch seine bekannte Technik, sondern glänzt als echter Anführer und Mentalitätsmonster. Die Journalistin und langjährige Wegbegleiterin Cristina Cubero beschrieb diese Entwicklung treffend: Er verhalte sich auf dem Platz mittlerweile wie ein Raubtier im Dschungel, das sein Rudel in der K.o.-Phase vehement und kompromisslos beschützt. Gegen Spanien wird Argentinien genau diesen unbedingten Siegeswillen seines Anführers brauchen.

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