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Argentinien hat das Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Spanien mit 0:1 nach Verlängerung verloren. Die Südamerikaner zeigten über 120 Minuten eine deutlich zu passive Vorstellung und mussten eine verdiente Niederlage hinnehmen. Der spanische Triumph beendet zugleich den Traum von Lionel Messi, seine herausragende Karriere mit einer erfolgreichen Titelverteidigung abzuschließen. Stattdessen endete das Turnier für den amtierenden Weltmeister mit massig Frust, einem Platzverweis im Spiel und unschönen Szenen nach dem Schlusspfiff.

Spanische Dominanz erdrückt die Albiceleste

Das Team von Trainer Lionel Scaloni reagierte von Beginn an nur, anstatt selbst zu agieren. Die nackten Zahlen der Partie sprachen Bände: Mit 19:2 Torschüssen, 62 Prozent Ballbesitz und einem Expected-Goals-Wert von 1,62 zu 0,34 dominierten die Iberer das Endspiel fast nach Belieben. Der 39-jährige Messi fand in der dicht gestaffelten Offensive praktisch nicht statt und konnte seiner Mannschaft keine entscheidenden Impulse geben. Die südamerikanischen Comeback-Könige, die auf dem Weg ins Finale gegen Kap Verde, Ägypten, die Schweiz und England reihenweise Rückstände gedreht hatten, fanden diesmal kein taktisches Mittel gegen die überlegenen Europäer.

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Platzverweis und vergebene Großchance

Die ohnehin schwindenden Hoffnungen der Argentinier erhielten in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit einen entscheidenden Dämpfer. Enzo Fernández sah nach einem Foulspiel die berechtigte Gelb-Rote Karte (90.+3). In Unterzahl rettete sich die Mannschaft zwar noch in die Verlängerung, besaß dort aber kaum noch Entlastung. Dennoch bot sich der Albiceleste in den absoluten Schlusssekunden noch die riesige Chance auf das Elfmeterschießen: Nach einem Eckball des Kapitäns drosch der eingewechselte Giuliano Simeone den Ball jedoch kläglich über das spanische Gehäuse.

Handgemenge nach Abpfiff überschattet Endspiel

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff entlud sich der Frust der unterlegenen Mannschaft. Leandro Paredes geriet heftig mit den spanischen Akteuren Eric und Gavi aneinander. Da der zur Halbzeit eingewechselte Mittelfeldspieler Gavi am Trikot riss und ihn mit dem Arm im Gesicht traf, zückte Schiedsrichter Slavko Vincic nachträglich die Rote Karte. Parallel dazu fiel auch Ersatztorwart Geronimo Rulli durch eine unfaire Schubser-Aktion auf. Während sich Teile der Mannschaft als schlechte Verlierer präsentierten, bewies Nationaltrainer Scaloni sportliche Größe. Er erkannte das Ergebnis fair an und betonte, wie stolz er auf den schweren Weg seiner Mannschaft bis in dieses Finale sei.

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