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Felix Nmecha hat sich bei der aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft rasant zu einem Schlüsselspieler der deutschen Nationalmannschaft entwickelt. Der 25-jährige Mittelfeldakteur von Borussia Dortmund glänzt im DFB-Team nach den ersten beiden Partien nicht nur durch Tore und Vorlagen, sondern beeindruckt auch mit einer enormen physischen Präsenz auf dem Rasen.

Vom drohenden WM-Aus in die DFB-Startelf

Diese tragende Rolle auf und neben dem Platz war vor wenigen Wochen noch absolute Zukunftsmusik. Ende März schlug Bundestrainer Julian Nagelsmann Alarm: Ein Außenbandriss im Knie zwang den Mittelfeldmotor des BVB zu einer kurzfristigen Absage der Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana. Für Nagelsmann wäre ein verletzungsbedingtes WM-Aus ein extremer Verlust gewesen, obwohl Nmecha zu diesem Zeitpunkt noch keinesfalls als unverzichtbarer Stammspieler galt.

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Vor seinem Comeback im Nationaltrikot Ende Mai hatte der gebürtige Hamburger lediglich sechs Länderspiele absolviert und stand dabei nur ein einziges Mal in der Startelf. Für die Position neben dem defensiveren Aleksandar Pavlovic war ursprünglich Leon Goretzka fest eingeplant. Doch Nagelsmann schenkte Nmecha rechtzeitig zum Turnierbeginn sein volles Vertrauen – eine Entscheidung, die sich nun eindrucksvoll auszahlt.

Tore, Vorlagen und Physis: Nmecha dominiert das Mittelfeld

Nach den ersten beiden WM-Auftritten überschlagen sich die Lobeshymnen. Nmecha verkörpert den perfekten Box-to-Box-Spieler und drückt dem deutschen Spiel seinen Stempel auf. Beim fulminanten 7:1-Auftaktsieg gegen Curacao brachte er Deutschland mit einem sehenswerten Schlenzer in Führung und holte zudem einen Elfmeter heraus. Im darauffolgenden engen Duell gegen die Elfenbeinküste lieferte er mit einem genialen Pass die Vorarbeit zum 2:1-Siegtreffer durch Deniz Undav.

Dass seine Präsenz vorne wie hinten unverzichtbar geworden ist, unterstreicht auch sein Mitspieler Kai Havertz. Der Angreifer lobt das komplette Skillset seines Teamkollegen in den höchsten Tönen und hebt besonders die offensive Intensität sowie die körperliche Stärke hervor. Ein Blick auf die Statistiken der ersten 180 WM-Minuten bestätigt diesen Eindruck: Mit sechs Abschlüssen zieht Nmecha auffällig oft aus der Distanz ab und belebt damit ein Element, das der deutschen Offensive in der Vergangenheit oft fehlte. Zudem gewann er gegen Curacao starke 67 Prozent seiner direkten Duelle und führt aktuell teamintern die Statistik der meisten Tacklings an. Felix Nmecha ist endgültig auf der Überholspur angekommen.

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