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Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat Superstar Neymar offiziell in den 26-köpfigen Kader für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko berufen. Trotz einer langen Leidenszeit feiert der 34-jährige Angreifer damit sein viel beachtetes Comeback in der Seleção.

Jubel bei der Kadernominierung: Ancelotti setzt auf Erfahrung

Noch im März hatte Carlo Ancelotti den Routinier für die beiden damaligen Länderspiele nicht berücksichtigt und klare Bedingungen formuliert: Eine WM-Teilnahme sei nur bei hundertprozentiger Fitness möglich. Diese Vorgabe scheint der Stürmer nun erfüllt zu haben. Als der italienische Erfolgscoach Neymars Namen auf der Pressekonferenz verlas, brandete im Saal umgehend großer Jubel auf.

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Der 66-jährige Cheftrainer begründete seine Entscheidung mit der ansteigenden Formkurve und der enormen Wichtigkeit des Offensivkünstlers für das Teamgefüge: Er habe seine Fitness verbessert und werde ein entscheidender Faktor bei diesem Turnier sein. Ancelotti betonte zudem den Wert von erfahrenen Akteuren auf bestimmten Schlüsselpositionen. Der Rückkehrer bringe genau diese internationale Turniererfahrung mit und sorge dank seines Standings innerhalb der Mannschaft für ein besseres Klima in der Kabine.

Verletzungspech: Rodrygo und Estêvão verpassen das Turnier

Während sich die brasilianischen Fans auf die Rückkehr ihres einstigen Rekordtransfers freuen dürfen, muss die Nationalmannschaft bittere Ausfälle verkraften. Zwar steht Vinícius Júnior von Real Madrid wie erwartet im WM-Aufgebot, sein Vereinskollege Rodrygo verpasst das Turnier jedoch verletzungsbedingt. Auch das 19-jährige Ausnahmetalent Estêvão vom FC Chelsea steht Ancelotti aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung.

Der lange Weg zurück: Vom Kreuzbandriss zum FC Santos

Für Neymar endet mit der Nominierung eine extreme Durststrecke. Sein letztes von bislang 128 Länderspielen für den Rekord-Weltmeister liegt bereits zweieinhalb Jahre zurück. Im Oktober 2023 riss sich der verletzungsanfällige Star bei einer 0:2-Niederlage in der WM-Qualifikation gegen Uruguay das Kreuzband und musste noch vor der Halbzeitpause ausgewechselt werden.

Im Anschluss an diese schwere Knieverletzung fand der Offensivmann bei seinem saudi-arabischen Klub Al-Hilal SFC nie wieder zu seiner alten Stärke. Die sportliche Wende folgte im Januar 2025: Der 34-Jährige wechselte ablösefrei zurück zu seinem Heimatverein FC Santos nach Brasilien. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 hatte Paris Saint-Germain noch die historische Ablösesumme von 222 Millionen Euro an den FC Barcelona überwiesen, um sich die Dienste des Ausnahmekönners zu sichern.

Brasiliens Fahrplan in der WM-Gruppe C

Bei der Endrunde startet Brasilien als klarer Favorit in die Gruppe C. Zum Auftakt trifft die Ancelotti-Elf am 14. Juni auf den amtierenden Afrikameister Marokko. Sechs Tage später, am 20. Juni, wartet das Duell mit dem klaren Außenseiter Haiti. Zum Abschluss der Gruppenphase bekommt es die Seleção am 25. Juni mit der schottischen Nationalmannschaft zu tun.

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