WM-Kader Österreich: Rangnick setzt auf Alaba und 14 Bundesliga-Profis
Ralf Rangnick hat den finalen 26-Mann-Kader für die WM nominiert und setzt dabei massiv auf Profis aus Deutschland.
Bitterer Rückschlag für die österreichische Nationalmannschaft: Christoph Baumgartner verpasst die anstehende Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der Offensivspieler von RB Leipzig zog sich beim Aufwärmen vor dem Testspiel gegen Tunesien (1:0) eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu. Der österreichische Fußball-Bund (ÖFB) bestätigte den bitteren Ausfall am Dienstag offiziell.
Mit dem 26-Jährigen bricht Nationaltrainer Ralf Rangnick der unumstrittene Star und Hoffnungsträger der Mannschaft weg. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison glänzte der Leipziger Leistungsträger mit beeindruckenden 13 Treffern und neun Torvorlagen. Damit war er der fünftbeste Scorer im deutschen Oberhaus. Mit einem Marktwert von stolzen 40 Millionen Euro ist der torgefährliche Offensivakteur zudem der aktuell wertvollste österreichische Fußballer. Seine individuelle Klasse wird der ÖFB-Elf beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada spürbar fehlen.
Über eine mögliche Nachnominierung hat der Verband bislang noch nicht entschieden. Als vielversprechende Kandidaten für den freigewordenen Kaderplatz gelten der 20-jährige Nikolaus Wurmbrand von Rapid Wien sowie der Bremer Marco Grüll. Auch der Gladbacher Spielmacher Kevin Stöger steht auf der Abrufliste bereit. Intern könnten nun Spieler aus dem bestehenden Aufgebot wie Carney Chukwuemeka von Borussia Dortmund oder der Ex-Münchner Paul Wanner (PSV Eindhoven) in eine deutlich zentralere Rolle schlüpfen.
Trotz des schmerzhaften Ausfalls bleibt die deutsche Bundesliga das wichtigste Reservoir für das österreichische Nationalteam. Von den ursprünglich 14 nominierten Deutschland-Legionären stehen nach dem Baumgartner-Aus noch 13 Profis im 26-Mann-Aufgebot. Dazu zählen unter anderem Bayerns Konrad Laimer, das BVB-Duo Chukwuemeka und Marcel Sabitzer sowie das Leipziger Duo Xaver Schlager und Nicolas Seiwald. Sie alle müssen nun noch enger zusammenrücken, um den Verlust ihres Schlüsselspielers auf der großen WM-Bühne bestmöglich zu kompensieren.
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