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Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich auf das zweite WM-Gruppenspiel in Nordamerika vor. Wenn das DFB-Team am morgigen Spieltag in Toronto auf die Elfenbeinküste trifft, rückt besonders Abwehrchef Jonathan Tah in den Fokus. Für den Innenverteidiger wird das Duell mit dem westafrikanischen Land zu einer hochemotionalen Begegnung.

Herzensentscheidung für den Bundesadler

Für Jonathan Tah ist das anstehende Aufeinandertreffen weit mehr als ein normales Gruppenspiel. Der Defensivspezialist fühlt sich der Elfenbeinküste stark verbunden, da sein Vater aus dem westafrikanischen Staat stammt. Dennoch war der sportliche Weg des souveränen Zweikämpfers früh vorgezeichnet. Wie Tah betonte, sei es eine klare Herzensentscheidung gewesen, für Deutschland aufzulaufen. Bereits als Teenager legte er sich auf den DFB fest und bereut diese Wahl bis heute in keiner Sekunde.

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Flug nach Kanada und abschließende Vorbereitung

Der straffe Turnierplan fordert der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann einiges ab. Am heutigen Nachmittag absolviert der Kader ein letztes Training am US-Stützpunkt in Winston-Salem, bevor am Abend um 21:00 Uhr deutscher Zeit der Flieger Richtung Kanada abhebt. In Toronto angekommen, stellen sich Nagelsmann und Tah um 00:45 Uhr (MEZ) auf der offiziellen Abschlusspressekonferenz den Fragen der Journalisten. Das DFB-Team weiß um die Tücken eines zweiten Gruppenspiels bei großen Turnieren, bei dem sich in der Vergangenheit oft Schwierigkeiten einstellten, den Schwung eines Auftaktsieges mitzunehmen.

Neuer und Baumann klären die Torwart-Frage

Während sich die Feldspieler auf die Ivorer einstellen, ist auf der Torhüterposition Ruhe eingekehrt. WM-Rückkehrer Manuel Neuer hat sich im Vorfeld des Turniers mit Oliver Baumann ausgesprochen. Baumann war nach Neuers Rückkehr kurzfristig wieder zur Nummer zwei degradiert worden. Laut dem 40-jährigen Stammtorwart wurden in dem Gespräch offene Worte gefunden. Beide Keeper pflegen nun ein sehr gutes Verhältnis und konzentrieren sich auf die gemeinsame Arbeit auf dem Platz, um den maximalen Teamerfolg zu gewährleisten.

Rückblick: Ein geschichtsträchtiges Unentschieden 2009

Historisch betrachtet ist das Duell eine Seltenheit. Das erste und bislang einzige Aufeinandertreffen beider Nationen fand im Jahr 2009 statt und endete mit einem 2:2-Unentschieden. Lukas Podolski schnürte damals einen Doppelpack, rettete in der 90. Minute das Remis, nachdem die Ivorer zwischenzeitlich durch Emmanuel Eboué und Seydou Doumbia in Führung gegangen waren. Das damalige Freundschaftsspiel stand jedoch unter einem traurigen Stern: Es war der erste Auftritt der Nationalmannschaft nach dem tragischen Tod von Torhüter Robert Enke. Mit einem symbolischen Trikot auf der Bank erwiesen Team und Fans dem verstorbenen Schlussmann damals die letzte Ehre.

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