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Die deutschen Fußballerinnen stehen unmittelbar vor der erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Mit einem Heimsieg am Freitagabend (20:35 Uhr) in Köln gegen den direkten Verfolger Norwegen kann das Team von Bundestrainer Christian Wück das WM-Ticket vorzeitig lösen. Dennoch plagen die deutsche Auswahl vor dem entscheidenden Duell erhebliche personelle Sorgen.

Druck nach Dämpfer gegen Österreich

Nach dem torlosen Remis in Österreich ist der komfortable Vorsprung in der Gruppe A4 auf einen knappen Punkt geschmolzen. Statt die Teilnahme bereits sicher in der Tasche zu haben, ist nun Nervenstärke gefragt. Christian Wück bezeichnete die Punkteteilung als kleinen Rückschritt, betonte vor dem direkten Duell jedoch eindringlich, dass die Mannschaft nicht ins Zweifeln geraten werde.

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Auch Linda Dallmann nimmt die sportliche Herausforderung an. Die 31-jährige Führungsspielerin sieht den gewachsenen Druck sogar als Chance für die Entwicklung der Mannschaft. Vor heimischer Kulisse soll nun eine klare Leistungssteigerung her, um den entscheidenden Schritt zu gehen. Sollte es gegen die Skandinavierinnen nur zu einem Unentschieden reichen, hätte Deutschland die Qualifikation am abschließenden Spieltag am Dienstag in Ljubljana gegen Slowenien weiterhin in der eigenen Hand und könnte sich den Umweg über die Play-offs ersparen.

Personal-Puzzle in der Defensive

Taktisch und personell muss Wück jedoch improvisieren. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Kapitänin Giulia Gwinn. Die Abwehrspielerin des FC Bayern München wurde nach einer im Österreich-Spiel erlittenen Schulterluxation erfolgreich operiert und widmet sich ihrer Reha. Ebenso fehlen Gwinns Münchner Teamkollegin Franziska Kett sowie Nicole Anyomi verletzungsbedingt. Zudem muss Janina Minge nach ihrer Roten Karte zuschauen, während hinter dem Einsatz von Torhüterin Ann-Katrin Berger, die an einer Bauchverletzung laboriert, ein Fragezeichen steht.

Rückkehrerinnen als Hoffnungsträger

Trotz der Ausfälle gibt sich der Bundestrainer gelassen und setzt auf die Kaderbreite. Die Ausfälle würden das Team zwar treffen, böten aber gleichzeitig die Möglichkeit für andere Spielerinnen, Verantwortung zu übernehmen. Große Hoffnung ruht dabei auf namhaften Rückkehrerinnen: Mit Klara Bühl, Sophia Kleinherne, Kathrin Hendrich und Marie Müller stehen wichtige Stützen nach ihren Pausen im April wieder zur Verfügung.

Besonders erfreulich ist das Comeback von Melissa Kössler. Die Angreiferin meldet sich nach zweijähriger Abstinenz in der Nationalmannschaft zurück. Mit starken Leistungen und wichtigen Toren für ihren neuen Club Denver Summit FC in den USA hat sie sich wieder auf den Radar des Trainerstabs gespielt und könnte in der Offensive genau der Faktor sein, der gegen Norwegen den Weg zur Endrunde in Südamerika ebnet.

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