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Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 kommt es am Dienstag und Mittwoch zu einer historischen Konstellation. Erstmals in der Geschichte des Turniers treffen die vier Erstplatzierten der Weltrangliste in der Vorschlussrunde aufeinander. Wenn Frankreich am Dienstagabend auf Spanien trifft und Argentinien am Mittwoch England fordert, gipfelt die Endrunde in absoluten Schwergewichtsduellen. Möglich macht dies eine gezielte Regeländerung des Weltverbands.

Neue Setzliste nach Tennis-Vorbild

Um vorgezogene Final-Duelle bereits im Viertelfinale zu vermeiden, führte die FIFA für dieses Turnier erstmals eine Setzliste für die K.o.-Phase ein, wie man sie aus dem Profi-Tennis kennt. Die Sieger jener Gruppen, in denen die weltbesten Teams antraten, wurden bewusst in unterschiedliche Viertel des Turnierbaums platziert. Da die dominierenden Nationen der damaligen Dezember-Rangliste – Spanien, Argentinien, Frankreich und England – ihre Hausaufgaben machten und den jeweiligen Gruppensieg einfuhren, gingen sie sich in den ersten Runden systematisch aus dem Weg.

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Stolpersteine und Favoritensterben

Dieser neue Modus sorgte in den ersten Runden der K.o.-Phase für packende Duelle zwischen großen Favoriten und krassen Außenseitern, die die Top-Teams unerwartet ins Schwitzen brachten. Die südamerikanischen Titelverteidiger mussten gegen Kap Verde in die Verlängerung gehen (3:2), die Three Lions drehten einen späten Rückstand gegen die DR Kongo (2:1) und auch die Équipe Tricolore quälte sich zu einem knappen Arbeitssieg gegen Paraguay (1:0).

Dass die Setzliste allein aber kein Freifahrtschein in die späten Turnierphasen ist, bewies das Scheitern anderer großer Fußballnationen. Vermeintliche Titelanwärter wie Brasilien, die Niederlande und Deutschland mussten frühzeitig die Segel streichen, noch bevor es zu einem Duell mit einem der Top-Vier-Teams kommen konnte.

Zementierte Machtverhältnisse in der Weltrangliste

Durch den Einzug in die Halbfinals werden die vier Top-Nationen ihre Spitzenplätze im globalen Ranking weiter festigen. Bei Endrunden winken ab dem Viertelfinale die höchsten Punktzahlen für Siege. Zudem schützt das Regelwerk die qualifizierten Mannschaften davor, bei Endrunden-Niederlagen Minuspunkte zu kassieren.

Die Leidtragenden dieser Arithmetik sind die früh ausgeschiedenen Teams. Besonders bitter trifft es die deutsche Nationalmannschaft: Nach dem ernüchternden Aus im Sechzehntelfinale rutscht die DFB-Elf um zwei Ränge ab und findet sich in der neuen Weltrangliste hinter Mexiko und Kolumbien nur noch auf dem zwölften Platz wieder.

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