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Die deutsche Nationalmannschaft trifft im letzten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft auf Ecuador. Obwohl das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits als Gruppensieger feststeht, geht es am heutigen Abend (22:00 Uhr MESZ) in New York/New Jersey darum, die perfekte Vorrunde abzuschließen und den Schwung für die kommende K.o.-Phase mitzunehmen.

Premiere in Blau gegen ein echtes Abwehrbollwerk

Nach den beiden erfolgreichen Auftritten in den klassischen weißen Trikots gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) läuft die DFB-Auswahl beim nominellen Auswärtsspiel heute erstmals in den blauen Jerseys auf. Optische Veränderungen sind das eine, die sportliche Herausforderung das andere: Mit Ecuador wartet eine defensiv extrem kompakte Mannschaft auf die deutsche Offensive um Kai Havertz.

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Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Abwehrduo der Südamerikaner. Willian Pacho, Ex-Frankfurter in Diensten von Paris Saint-Germain, wurde von der englischen Verteidiger-Legende Rio Ferdinand kürzlich als bester Innenverteidiger der Welt geadelt. Flankiert vom ehemaligen Leverkusener Piero Hincapié kassierte Ecuador in der gesamten Qualifikation lediglich fünf Gegentore. Die deutsche Angriffsreihe muss heute also beweisen, dass sie auch gegen tiefstehende und physisch robuste Gegner spielerische Lösungen findet.

Geduldprobe statt Gegner-Gewissheit

Tabellarisch hat die Begegnung für die deutsche Elf keine Relevanz mehr. Der erste Platz in der Gruppe E ist bereits in Stein gemeißelt. Doch genau dieser Erfolg bringt eine unerwartete Herausforderung mit sich: die lange Ungewissheit über den kommenden Kontrahenten. Im Sechzehntelfinale am Montag in Boston könnte die deutsche Mannschaft auf einen von aktuell acht verbliebenen Kandidaten treffen, darunter Teams wie die Niederlande, Südkorea oder Australien.

Der komplexe Turnierbaum der FIFA sorgt dafür, dass sich die Konstellationen bis zum späten Freitagabend noch mehrfach verschieben können. Bundestrainer Julian Nagelsmann nahm die unübersichtliche Situation auf der Pressekonferenz mit einer Mischung aus Humor und Unverständnis hin und merkte an, man werde als Gruppensieger bestraft. Für die Nationalspieler bedeutet das vor allem eins: höchste Flexibilität und Geduld bewahren.

Parallelen zum glorreichen Jahr 2006

Trotz der komplizierten Vorbereitung auf die K.o.-Runde ist die Stimmung rund um das Team blendend. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten ist Deutschland wieder mit zwei Siegen in eine Weltmeisterschaft gestartet. Die Parallelen zur Heim-WM 2006 sind unverkennbar: Auf einen fulminanten Auftaktsieg folgte ein schwer erkämpfter Erfolg im zweiten Spiel. Wenn die Mannschaft heute gegen Ecuador die weiße Weste wahrt, nimmt das viel zitierte Sommermärchen weiter konkrete Formen an.

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