DFB-Team fordert Ecuador – Nagelsmann-Elf träumt vom Sommermärchen
Deutschland trifft im letzten Gruppenspiel auf Ecuador und weckt mit zwei Auftaktsiegen Erinnerungen an die WM 2006.
Borussia Dortmund muss nach der Verletzung von Nico Schlotterbeck im WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Der 26-jährige Abwehrchef zog sich in den USA einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zu und wird dem Bundesligisten voraussichtlich für mindestens drei Monate fehlen.
Die erste ärztliche Einschätzung bringt traurige Gewissheit für die Schwarz-Gelben. Professor Christian Lüring, Orthopäde und Unfallchirurg am Klinikum Dortmund, rechnet mit einer langen Zwangspause für den Nationalspieler. Das gerissene Band müsse zunächst verheilen und für einen Zeitraum von sechs Wochen durch eine Orthese oder Schiene stabilisiert werden. Erst im Anschluss kann das Sprunggelenk wieder schrittweise belastet werden. Durch diese Diagnose verpasst der Innenverteidiger die komplette Vorbereitung der Dortmunder, den Supercup gegen den FC Bayern München sowie den Start der neuen Bundesliga-Saison. Ein Comeback auf dem Rasen ist frühestens nach der Länderspielpause Ende September realistisch.
Ein kleines positives Signal gibt es dennoch: Die Tatsache, dass der Abwehrspieler nach dem Vorfall noch einige Minuten auf dem Feld stand, deutet laut dem Mediziner darauf hin, dass die strukturelle Verletzung nicht maximal schwerwiegend ist. Trotz des persönlichen Rückschlags wird der Unglücksrabe vorerst nicht nach Deutschland zurückreisen. Wie DFB-Sportdirektor Rudi Völler bestätigte, bleibt der Defensivspezialist beim Nationalteam in Nordamerika, um die Mannschaft moralisch zu unterstützen und den Teamgeist für den weiteren Turnierverlauf aufrechtzuerhalten.
Wie nah das vorzeitige WM-Aus geht, zeigte sich auf den Rängen. Keven Schlotterbeck, Profi des FC Augsburg, verfolgte das Geschehen live im Stadion in Toronto mit. Gegenüber MagentaTV machte der 29-Jährige aus seinen Gefühlen keinen Hehl und zeigte sich tief betroffen über das Turnierende seines Bruders. Da er wisse, dass der Dortmunder ein äußerst widerstandsfähiger Spieler sei, habe das anfängliche Liegenbleiben auf dem Rasen sofort die Alarmglocken schrillen lassen.
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