Leroy Sané begeistert das DFB-Team mit überraschender WM-Kehrtwende
Trotz durchwachsener Saison überzeugt Leroy Sané im DFB-Team vor der WM mit einer völlig neuen Rolle als Teamplayer.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft darf sich bei einem möglichen Triumph bei der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika auf eine historische Ausschüttung freuen. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig bestätigte am Dienstagabend in Düsseldorf, dass im Falle des ersehnten fünften Sterns eine Rekordprämie von über 400.000 Euro pro Spieler fließen wird.
Die Jagd nach dem Titel in den USA, Mexiko und Kanada wird für die DFB-Auswahl nicht nur sportlich, sondern auch finanziell äußerst lukrativ. Laut Rettig wird der Deutsche Fußball-Bund zwar keinen exakten Betrag auf den Cent genau kommunizieren, doch die Marschroute ist klar: Da bei dem kommenden Weltturnier deutlich höhere Einnahmen generiert werden, wird auch die Mannschaft stärker beteiligt. Zum Vergleich: Für den Triumph 2014 in Brasilien erhielten die damaligen Helden noch 300.000 Euro, bei den sportlich enttäuschenden Turnieren 2022 in Katar und der Heim-EM 2024 lag die ausgelobte Maximalsumme bereits bei 400.000 Euro.
Trotz der Aussicht auf den großen Zahltag steht das Geld bei den Akteuren offenbar nicht im Vordergrund. Wie die Gespräche mit dem Mannschaftsrat um Kapitän Joshua Kimmich zeigten, gibt es beim Thema Finanzen keine zähen Debatten. Die totale Leistungsbereitschaft dominiert das Mindset im deutschen Lager. Die Truppe ist von der eigenen Stärke derart überzeugt, dass sie bei einem frühen Aus enorme Abstriche akzeptiert und die Prämie für das Vorrundenaus praktisch gegen null geht. Im Gegenzug verlangen die Nationalspieler für den ultimativen Erfolg und den Gewinn des Turniers hinten raus einen Schnaps mehr.
Trotz der positiven Grundstimmung auf Spielerseite bleibt die finanzielle Abwicklung für den Verband ein höchst komplexes Unterfangen. Die Preisgelder des Weltverbands werden in US-Dollar ausgeschüttet, was spürbare Währungsrisiken birgt, bei denen am Ende niemand verlieren soll. Zudem sorgt die komplizierte Steuerfrage in den drei Gastgeberländern für organisatorisches Kopfzerbrechen beim Verband.
Rettig machte deutlich, dass die WM aufgrund der enormen Reise- und Logistikkosten für die meisten teilnehmenden Nationen ein nacktes Verlustgeschäft wird, sofern sie nicht mindestens das Halbfinale erreichen. Aus diesem Grund hat der DFB bei der Prämiengestaltung wohlweislich einen schützenden Puffer eingebaut. Man einigte sich mit dem Team auf eine grobe finanzielle Linie und rechnet am Ende der Mission ab. Die klare Botschaft der Verbandsspitze an die Spieler lautet: Wer sportlich abliefert und den Titel holt, wird vom DFB fürstlich entlohnt.
Trotz durchwachsener Saison überzeugt Leroy Sané im DFB-Team vor der WM mit einer völlig neuen Rolle als Teamplayer.
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