Bundestrainer Nagelsmann nominiert Bayern-Talent Lennart Karl für die WM
Bundestrainer Julian Nagelsmann nimmt Bayerns Shooting-Star Lennart Karl mit zur WM in Nordamerika.
Überraschende Neuigkeiten an der Säbener Straße: Der erst 18-jährige Mittelfeldspieler Bara Sapoko Ndiaye vom FC Bayern München wurde am Donnerstag von Nationaltrainer Pape Thiaw in den vorläufigen Kader Senegals für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada berufen. Nach seinem Profidebüt in der abgelaufenen Bundesliga-Rückrunde winkt dem Youngster nun eine Teilnahme am größten Turnier im Weltfußball.
Der Aufstieg des jungen Talents gleicht einer rasanten sportlichen Entwicklung. Ndiaye stieß erst zur Rückrunde zum deutschen Rekordmeister und erkämpfte sich dort auf Anhieb vier Einsätze im deutschen Oberhaus. Diese vielversprechenden Leistungen blieben auch dem senegalesischen Verband nicht verborgen. Aktuell umfasst das Aufgebot der Westafrikaner 28 Akteure. Nach dem geplanten Trainingslager muss Cheftrainer Thiaw seinen Kader jedoch noch um zwei Namen reduzieren – Ndiaye muss sich also im finalen Konkurrenzkampf beweisen, um das endgültige Ticket für das Turnier zu lösen.
Sollte der zentrale Mittelfeldspieler den Sprung in das finale Aufgebot schaffen, träfe er bei den Löwen der Teranga auf namhafte und vertraute Gesichter. Neben dem ehemaligen Münchner Sadio Mané, für den die Endrunde in Nordamerika den Abschluss seiner beeindruckenden internationalen Karriere bedeuten könnte, steht mit Angreifer Nicolas Jackson ein weiterer Bayern-Profi auf der Liste. Ergänzt wird die schlagkräftige Auswahl durch erfahrene Stützen wie Abwehrchef Kalidou Koulibaly, Rekordspieler Idrissa Gueye sowie den Ex-Kölner Ismail Jakobs.
Auf sportlicher Ebene wartet auf den Senegal bei der vierten WM-Teilnahme des Landes eine enorme Herausforderung. In der anspruchsvollen Gruppe I treffen die Afrikaner auf Vizeweltmeister Frankreich (16. Juni), Norwegen (23. Juni) und den Irak (26. Juni). Doch die Mannschaft reist nicht nur mit sportlichen Ambitionen, sondern auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch über den Atlantik.
Zu Jahresbeginn hatten die Senegalesen eigentlich den Afrika-Cup gewonnen. Nach einem späten Elfmeterpfiff im Finale verließen die Spieler jedoch aus Protest zwischenzeitlich den Rasen. Die drastische Konsequenz am grünen Tisch: Der Titel wurde der Mannschaft nachträglich aberkannt und Finalgegner Marokko zugesprochen. Diese historische Enttäuschung dürfte nun als ultimativer Motivationsschub dienen, um bei der Weltmeisterschaft für eine echte Überraschung zu sorgen.
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