Frankreich spielt ohne Didier Deschamps im WM-Duell gegen Norwegen
Nach einem Trauerfall fehlt Nationaltrainer Didier Deschamps der französischen Auswahl im WM-Gruppenspiel gegen Norwegen.
Die Weltmeisterschaft 2026 liefert abseits des Rasens packende und teils tragische Geschichten. Während die französische Nationalmannschaft im entscheidenden Gruppenspiel gegen Norwegen auf ihren Cheftrainer verzichten muss, erlebte das schwedische Team bei der Vorbereitung einen kuriosen Schreckmoment in seinem Basisquartier. Zudem sorgen enorme Reisedistanzen und politische Forderungen für Diskussionsstoff im Turnierverlauf.
Wenn Frankreich am Samstag um den Gruppensieg kämpft, rückt das mit Hochspannung erwartete Stürmer-Duell zwischen dem pfeilschnellen Ex-Pariser Kylian Mbappé und dem norwegischen Kraftpaket Erling Haaland unweigerlich in den Hintergrund. Die Équipe Tricolore trauert um die Mutter von Nationaltrainer Didier Deschamps. Der Coach ist bereits in seine Heimat abgereist, um an der Beerdigung teilzunehmen. Wie Kapitän Mbappé auf Instagram betonte, sind die Gedanken der gesamten Mannschaft bei ihrem Trainer und dessen Familie.
An der Seitenlinie wird im wegweisenden Spiel um Platz eins nun Deschamps‘ langjähriger Assistent und enger Vertrauter Guy Stéphan die Verantwortung tragen. Für die Franzosen reicht dank einer überlegenen Tordifferenz bereits ein Unentschieden, um die Gruppe als Erster abzuschließen – was sie zu einem potenziellen Achtelfinal-Gegner der deutschen Auswahl machen würde. Ob der etatmäßige Cheftrainer zum Sechzehntelfinale am 30. Juni in die USA zurückkehrt, ließ der französische Verband zunächst offen.
Eine böse Überraschung erlebte derweil die schwedische Nationalmannschaft. Vor dem finalen Vorrundenspiel gegen Japan wollte das Team von Trainer Graham Potter sein Trainingsquartier in Frisco nahe Dallas beziehen. Der Schock: Eine Längstribüne des örtlichen Stadions war in sich zusammengekracht.
„Ich dachte nur: Was ist passiert? Soweit ich weiß, hat es keinen Sturm gegeben“, zeigte sich Mittelfeldspieler Besfort Zeneli irritiert, nachdem die Mannschaft noch am Dienstag in einem augenscheinlich intakten Stadion trainiert hatte. Die beruhigende, wenn auch kuriose Auflösung folgte prompt: Die Arena befindet sich aktuell schlichtweg in einer Renovierungsphase, weshalb die Tribüne abgetragen wurde.
Neben den sportlichen Herausforderungen entpuppt sich die Endrunde als echtes Turnier der extremen Wege. Der Inselstaat Curacao avancierte mit über 10.000 zurückgelegten Flugkilometern in der Gruppenphase zum absoluten Distanz-Rekordhalter. Doch auch das DFB-Team spürt die Strapazen: Zwischen dem Basislager in Winston-Salem und den drei Spielorten in Houston, Toronto und New York absolvierte die deutsche Elf bereits 6.331 Kilometer reine Luftlinie.
Für politische Spannungen abseits der Reisestrapazen sorgt indes der iranische Fußballverband. Im Vorfeld des sogenannten „Pride Matches“ in Seattle forderte der Iran die FIFA offiziell zum Handeln auf und sprach sich strikt gegen jegliche Zeremonien oder Werbeaktionen rund um diese Thematik im Stadion aus.
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