Niederlande schlägt Tunesien 3:1 und sichert sich den Gruppensieg
Die Niederlande besiegen Tunesien mit 3:1, gewinnen die Gruppe F und treffen nun im WM-Sechzehntelfinale auf Marokko.
Die mexikanische Nationalmannschaft ist nach einem souveränen 3:0-Sieg gegen Tschechien makellos in die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft eingezogen. Im heimischen Aztekenstadion sicherte sich der Co-Gastgeber mit dem dritten Erfolg im dritten Gruppenspiel den ersten Platz in der Gruppe A. Während die Mittelamerikaner ohne ein einziges Gegentor das Ticket für das Achtelfinale buchten, muss die tschechische Auswahl mit nur einem Punkt als Tabellenschlusslicht vorzeitig die Heimreise antreten.
Bereits vor dem Anpfiff sorgten die Personalentscheidungen für reichlich Gesprächsstoff. Bei den Europäern musste Star-Angreifer Patrik Schick unerwartet auf der Bank Platz nehmen. Für ihn stürmte Adam Hlozek. Auf der Gegenseite hatte die mexikanische Öffentlichkeit auf einen Startelf-Einsatz der 40-jährigen Torwart-Ikone Guillermo Ochoa gehofft. Berichten zufolge gab es jedoch teaminterne Diskussionen über dieses Ehrenspiel, weshalb Raúl Rangel zunächst das Vertrauen zwischen den Pfosten erhielt.
Die erste Halbzeit verlief auf dem Rasen unspektakulär. Bis auf eine frühe Möglichkeit von Denis Visinsky, der den Ball nur knapp neben das mexikanische Gehäuse setzte, fehlte es an Durchschlagskraft. Die El Tri wirkte im Spielaufbau behäbig und verzeichnete erst in der 37. Minute durch einen Fallrückzieher von Abwehrspieler Israel Reyes den ersten nennenswerten Torabschluss.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich. Tschechiens Cheftrainer Miroslav Koubek ließ sein Team höher anlaufen, was sich rasch als fataler Fehler erweisen sollte. Ein gescheiterter Versuch der Balleroberung von gleich drei Spielern im Mittelfeld hebelte die komplette linke Defensivseite aus. Mateo Chávez nutzte den Freiraum auf Vorlage von Luis Romo kompromisslos und vollendete zur 1:0-Führung (55. Minute). Nur kurze Zeit später brach Julián Quinones (61.) den tschechischen Widerstand mit dem zweiten Treffer. Den Schlusspunkt einer furiosen zweiten Hälfte setzte Alvaro Fidalgo in der tiefen Nachspielzeit (90.+4).
Der emotionale Höhepunkt des Abends gehörte jedoch keinem der Torschützen. In der 78. Minute erhob sich das gesamte Stadion, als Nationaltrainer Javier Aguirre den Routinier Guillermo Ochoa einwechselte. Bei seiner sechsten und voraussichtlich letzten Weltmeisterschaft bekam der Publikumsliebling umgehend die Kapitänsbinde überreicht und genoss die frenetischen Ovationen der heimischen Fans.
Auch der spätere Man of the Match, Mateo Chávez, zeigte sich nach dem Schlusspfiff tief berührt von der Atmosphäre. Die Energie und Herzlichkeit der Menschen im Stadion sei unbeschreiblich gewesen. Mit der perfekten Bilanz von neun Punkten untermauert die mexikanische Auswahl eindrucksvoll ihre Ambitionen. Eine sattelfeste Defensive und gnadenlose Effizienz im Umschaltspiel machen die Lateinamerikaner zu einem gefährlichen Gegner für die anstehenden K.o.-Spiele.
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