Matthias Sammer verteidigt Neuer-Comeback im DFB-Tor zur WM 2026
Matthias Sammer verteidigt das mögliche WM-Comeback von Manuel Neuer im DFB-Tor und fordert das Leistungsprinzip.
Der ehemalige Nationaltorhüter René Adler hat sich im Vorfeld der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft klar auf die Seite von Oliver Baumann geschlagen. Inmitten der anhaltenden Torwartdebatte beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) kritisierte der 41-Jährige die ständigen Spekulationen um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer scharf und forderte mehr Rückhalt für den aktuellen Stammkeeper.
Für den einstigen Bundesliga-Schlussmann ist die aktuelle Diskussion alles andere als zielführend. Obwohl er großen Respekt vor den Leistungen der langjährigen Nummer eins des FC Bayern München hat, hält er eine Rückkehr in die Nationalelf für den falschen Weg. Neuer sei offiziell zurückgetreten, weshalb der Fokus nun voll und ganz auf dem Torwart der TSG Hoffenheim liegen müsse. Adler betonte gegenüber dem SID nachdrücklich, dass die ständige Infragestellung Baumann gegenüber schlichtweg unfair sei.
Der Ex-Leverkusener verwies dabei auf die starken Auftritte des aktuellen DFB-Keepers: Baumann habe eine exzellente WM-Qualifikation gespielt und sich seinen Status hart erarbeitet. In seinen bislang elf A-Länderspielen, darunter acht Pflichtspiele, bewies er sich als verlässlicher Rückhalt.
Deutschland müsse sich laut Adler an den Gedanken gewöhnen, dass sich eine neue Torwart-Generation etabliert hat. Auch wenn es hierzulande aktuell kein alles überstrahlendes Torwartdenkmal mehr gebe, verfüge der DFB weiterhin über hervorragende Optionen zwischen den Pfosten. Eine grundlegende Akzeptanz der derzeitigen Situation sei unerlässlich für den sportlichen Erfolg bei der Weltmeisterschaft.
Besonders eindringlich warnte Adler vor den teaminternen Folgen der öffentlichen Debatte. Wenn die unangefochtene Nummer eins durch mediale Diskussionen infrage gestellt werde, wirke sich diese Unsicherheit zwangsläufig negativ auf die gesamte Mannschaft aus.
Neben seinem klaren Votum für Baumann brachte der Ex-Nationalspieler noch einen weiteren Namen für den WM-Kader ins Gespräch: Jonas Urbig. Der hochtalentierte Nachwuchskeeper ist für Adler die perfekte Besetzung für die Position hinter der neuen Nummer eins. Urbig könne als potenzieller Stammtorwart der Zukunft wichtige Turniererfahrung sammeln und besitze gleichzeitig die Nervenstärke, um im Notfall auch ohne große Vorlaufzeit in ein wichtiges Spiel geworfen zu werden.
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