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Das tschechische Nationalteam steht bei der Fußball-WM bereits nach dem ersten Spieltag mit dem Rücken zur Wand. Nach der harmlosen Auftaktpleite gegen Südkorea fordert Nationaltrainer Miroslav Koubek vor dem entscheidenden Duell in der Gruppe A gegen Südafrika am Donnerstag (18:00 Uhr) eine deutliche Leistungssteigerung. Im Zentrum der Kritik steht dabei nicht nur die eigene Offensive, sondern vor allem die mangelnde Einbindung von Top-Stürmer Patrik Schick.

Offensiv-Flaute: Torjäger komplett abgemeldet

Die Zahlen des ersten WM-Auftritts sprachen eine schonungslose Sprache. Magere elf Ballkontakte und kein einziger Torschuss standen für Patrik Schick auf dem Statistikbogen, bevor Coach Koubek ihn in der 62. Minute erlöste. Für den enttäuschten 28-Jährigen kam Adam Hlozek in die Partie. Eine frustrierende Situation für den großgewachsenen Angreifer, der nach einer herausragenden Saison eigentlich mit enormem Selbstvertrauen zum Turnier gereist war.

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Fehlende Zuspiele: Das Problem liegt auf den Flügeln

An der individuellen Form des Stürmers liegt es jedenfalls nicht. Mit 16 Saisontoren sicherte sich der Linksfuß in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit den vierten Platz in der Torschützenliste. Doch während er im Trikot von Bayer Leverkusen von agilen Kreativspielern mustergültig bedient wird, fehlt es in der tschechischen Auswahl an der nötigen Präzision.

Co-Trainer Jan Rezek benannte das Kernproblem der Mannschaft deutlich: Es liege nicht an Schicks Laufwegen. Die Mitspieler seien schlichtweg nicht in der Lage, ihn in den torgefährlichen Räumen zu finden. Trainer Koubek nimmt daher explizit seine Flügelzange um Pavel Sulc und Lukas Provod in die Pflicht. Auch von den Außenverteidigern Vladimir Coufal und Jaroslav Zeleny fordert der Cheftrainer mehr Durchschlagskraft und Kreativität im letzten Drittel.

Südafrika als Aufbaugegner? Medien fordern Systemwechsel

Am Donnerstag wartet mit Südafrika nun ein Gegner, der im Eröffnungsspiel gegen Mexiko (0:2) eine desolate Leistung zeigte und neben der Niederlage gleich zwei Platzverweise kassierte. Eigentlich die perfekte Gelegenheit für die europäische Offensive, sich den Frust von der Seele zu schießen und wichtige Punkte für das Achtelfinale zu sammeln.

Um den tschechischen Mittelstürmer besser in Szene zu setzen und zu entlasten, fordern heimische Medienvertreter bereits einen taktischen Kniff: Adam Hlozek soll als zweite zentrale Spitze neben dem etatmäßigen Torjäger auflaufen. Ob Koubek diesen mutigen Schritt wagt, wird sich am Donnerstagabend zeigen. Klar ist nur: Gelingt der Befreiungsschlag nicht, droht Tschechien das bittere und frühe Aus bei dieser Endrunde.

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