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Ghana startet mit einem immens wichtigen, wenn auch hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Panama in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Beim Auftakt der Gruppe L in Toronto erzielte Caleb Yirenkyi tief in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer und erlöste die über weite Strecken enttäuschenden Afrikaner.

Panama dominiert die Anfangsphase

Die Rollen schienen vor der Partie klar verteilt, doch der Favorit aus Westafrika wankte früh. Panama zeigte sich ballsicher und setzte auf ein kluges Aufbauspiel mit gefährlichen Seitenverlagerungen. Bereits in der zweiten Minute musste Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi in höchster Not gegen Cecilio Waterman klären. Auch in der zwölften Minute verpasste der Stürmer der Mittelamerikaner eine scharfe Hereingabe nur haarscharf. Die Canaleros bestimmten den Rhythmus, während die favorisierte Elf von Trainer Carlos Queiroz in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät kam. Die anfängliche Souveränität des Außenseiters überraschte nicht nur die Fans im Stadion, sondern brachte die gegnerische Defensive gehörig ins Schwitzen.

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Schwache Offensive und personelle Rückschläge

Der schwache Auftritt der Ghanaer in der ersten Halbzeit war auch ein Resultat der jüngsten Krisen. Nach dem verpassten Afrika-Cup, sechs sieglosen Spielen in Folge und der Entlassung von Ex-Trainer Otto Addo im März fehlte der Mannschaft sichtlich das Selbstvertrauen. Erschwerend kam hinzu, dass Mittelfeldstratege Thomas Partey aufgrund einer verweigerten Einreise nach Kanada nicht zur Verfügung stand. Offensiv fanden die Black Stars lange Zeit überhaupt nicht statt. Bis auf einen strittigen Zweikampf im Strafraum zwischen Panamas Cristian Martinez und Jerome Opoku, den der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg weiterlaufen ließ, plätscherte die Partie im strömenden Regen von Toronto ereignislos vor sich hin.

Yirenkyi sorgt für die späte Erlösung

Im zweiten Durchgang übernahmen die Westafrikaner laut Cheftrainer Queiroz zwar Schritt für Schritt die Kontrolle, der große spielerische Glanz blieb jedoch aus. Alles deutete auf ein torloses Remis hin, das für beide Nationen angesichts der übermächtigen Gruppengegner England und Kroatien ein herber Rückschlag im Kampf um Platz drei gewesen wäre. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit schlug die Stunde von Caleb Yirenkyi. Der Angreifer nutzte die letzte Möglichkeit des Spiels und bescherte seinem Team den erlösenden 1:0-Endstand. Während Trainer Queiroz den Sieg als verdiente Belohnung für eine Leistungssteigerung feierte, wird das Erreichen der K.o.-Phase für Panama bei der erst zweiten WM-Teilnahme nach diesem bitteren Nackenschlag nun zu einer echten Herkulesaufgabe.

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