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Die spanische Nationalmannschaft steht nach einem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde beim Auftakt der WM 2026 in Atlanta bereits unter Zugzwang. Alle Augen richten sich nun auf Lamine Yamal: Der 18-jährige Offensivstar kehrte nach langer Verletzungspause auf den Platz zurück und soll die harmlose Offensive der Iberer im restlichen Turnier beleben.

Einwechslung bringt Jubel, aber keine Tore

In den ersten 70 Minuten bot der große Favorit ein tristes Bild. Ideenlose Passstaffetten prallten an einem aufopferungsvoll verteidigenden Außenseiter ab, der das Zentrum clever verdichtete. Erst als Nationaltrainer Luis de la Fuente in der 71. Minute reagierte, erwachte das Stadion. Der erst 18-jährige Rechtsaußen betrat das Feld und feierte sein lang ersehntes WM-Debüt. Sofort suchten ihn etablierte Weltklasse-Akteure wie Rodri und Pedri auf dem Rasen, in der Hoffnung auf den erlösenden Geistesblitz. Doch auch das Ausnahmetalent konnte den kapverdischen Abwehrriegel in der verbleibenden Zeit nicht mehr knacken.

Fehlende Spielpraxis nach schwerer Muskelverletzung

Obwohl der pfeilschnelle Flügelspieler in nur 19 Minuten beachtliche 33 Ballkontakte sammelte, war ihm die fehlende Matchpraxis noch anzumerken. Lediglich ein Drittel seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden, zudem verbuchte er zwei eigene Abschlüsse. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der jüngeren Vergangenheit: Ende April zog sich der Offensivmann im Trikot des FC Barcelona einen Muskelriss zu und absolvierte seither kein Pflichtspiel mehr. Eigentlich wollte der Coach seinen Edeltechniker schonen und behutsam aufbauen, doch der unerwartet schwache Auftritt der spanischen Auswahl zwang ihn zum vorzeitigen Handeln.

Spanien vor dem Schicksalsspiel

Die heimische Presse sparte im Nachgang nicht mit Kritik an der gesamten Mannschaft. Zeitungen wie die AS und Mundo Deportivo stellten unmissverständlich klar, dass selbst die späte Anwesenheit des Teenagers die spielerische Armut der Truppe an diesem Tag nicht übertünchen konnte. Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien lastet nun eine enorme Bürde auf den Schultern des Rückkehrers. Er soll nicht nur seine eigene Topform im Eiltempo wiederfinden, sondern gleichzeitig als Hoffnungsträger eine ganze Fußballnation in Richtung K.o.-Phase führen.

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