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Die Demokratische Republik Kongo hat bei der Fußball-WM Geschichte geschrieben. In einem intensiven Gruppenfinale in Atlanta drehten die Zentralafrikaner einen Rückstand gegen Usbekistan in einen umjubelten 3:1-Sieg und ziehen damit erstmals in die K.o.-Runde ein. Dort wartet nun mit England ein echtes Schwergewicht.

Usbekischer Blitzstart und VAR-Frust

Die Ausgangslage in der Gruppe K war klar: Während Usbekistan nach heftigen Niederlagen im Vorfeld ein Fußballwunder für das Weiterkommen benötigte, reichte der DR Kongo ein einfacher Erfolg. Doch die Partie in den USA begann mit einem kalten Schauer für die afrikanische Auswahl. Schon nach 20 Sekunden lag der Ball erstmals im Netz, der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsposition jedoch nicht. Eine Warnung, die ungehört verhallte: In der zehnten Spielminute schlug Eldor Shomurodov eiskalt zu. Der usbekische Star-Stürmer nutzte die kollektive Unordnung in der kongolesischen Hintermannschaft und lupfte den Ball mit viel Gefühl zur 1:0-Führung ins lange Eck.

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Die Antwort des Favoriten ließ eigentlich nicht lange auf sich warten. Nathanael Mbuku traf in der 17. Minute mit einem trockenen Schuss zum vermeintlichen Ausgleich, doch der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer schaltete sich nach einem Hinweis des VAR ein. Wegen eines minimalen Kontakts im Gesicht eines usbekischen Verteidigers bei der Entstehung wurde der Treffer zurückgenommen – eine durchaus harte Entscheidung. Angetrieben von Wut drängte die Elf von Trainer Sébastien Desabre Usbekistan tief in die eigene Hälfte, ließ vor der Pause aber trotz drückender Überlegenheit die klaren Chancen vermissen.

Wissa und Mayele krönen die Aufholjagd

Im zweiten Durchgang mussten die Afrikaner das Risiko erhöhen, was Lücken in der Defensive offenbarte. Usbekistan verpasste es jedoch, die sich bietenden Räume für eine Vorentscheidung zu nutzen. Das sollte sich in der Schlussphase rächen. Der kongolesische Dauerdruck zahlte sich in der 68. Minute aus, als Yoane Wissa den hochverdienten 1:1-Ausgleich besorgte und die Hoffnung auf das Achtelfinale neu entfachte.

Zehn Minuten später kippte das Momentum endgültig: Fiston Mayele (78.) drehte die Partie komplett und stellte auf 2:1 für die Demokratische Republik. Gegen nun verzweifelt anrennende Usbeken war es schließlich erneut Wissa (90.+1), der in der Nachspielzeit den Deckel draufmachte und den historischen 3:1-Endstand besiegelte.

Nächster Halt Achtelfinale: Nun warten die Three Lions

Nach dem ersten Vorstoß in die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft ist die Brust bei den Kongolesen breit. Matchwinner Wissa lobte nach Abpfiff den unbändigen Willen seiner Mannschaft, der eindrucksvoll gezeigt habe, was es bedeute, bedingungslos für sein Land zu kämpfen. Dieser Kampfgeist wird im kommenden Spiel zwingend notwendig sein. Im Achtelfinale am Mittwochabend (18:00 Uhr MESZ) kommt es in Atlanta zum Duell mit England. Für Sportwetten-Fans dürfte die Favoritenrolle in diesem Aufeinandertreffen klar vergeben sein, doch die enorme Moral der DR Kongo hat an diesem Abend bewiesen, dass ein Spiel erst mit dem Schlusspfiff entschieden ist.

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