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Der serbische Nationaltorhüter Dejan Milosavljev verlässt die Füchse Berlin im kommenden Sommer und schließt sich dem polnischen Rekordmeister Industria Kielce an. Obwohl der 30-Jährige seine Zukunft fest in der Hauptstadt gesehen hatte, führte ein zu spätes Vertragsangebot zum überraschenden Abschied aus der Handball-Bundesliga.

Zögern der Füchse Berlin kostet Vertragsverlängerung

Eigentlich war der Plan für den herausragenden Schlussmann klar definiert: Die sportliche Heimat sollte weiterhin Berlin bleiben, wo auch seine Familie längst heimisch geworden ist. Im Vorfeld des Final Fours der Handball-Champions-League offenbarte der Serbe nun jedoch die bitteren Hintergründe seines Wechsels. Die Berliner Verantwortlichen ließen beim Thema Vertragsverlängerung wertvolle Zeit verstreichen.

Nach eigener Aussage wartete der Keeper einen Monat und zehn Tage auf eine konkrete Offerte seines Vereins, bevor er die sportlichen Konsequenzen zog. Um Planungssicherheit zu haben, entschied sich der Routinier für den polnischen Spitzenklub und unterzeichnete bei Industria Kielce ein langfristiges Arbeitspapier bis 2030. Erst nach dieser Unterschrift legte der HBL-Meister von 2025 ein lukratives Angebot vor. Zu diesem Zeitpunkt war der Zug für die Hauptstädter jedoch bereits abgefahren.

Enttäuschung beim Routinier trotz sportlicher Erfolge

Die späte Reaktion der Vereinsführung hinterließ deutliche Spuren bei dem ansonsten so loyalen Leistungsträger. Er sei ein bisschen sauer auf die Klubführung gewesen, räumte der 30-Jährige offen ein. Hätte er zwischen Januar und Mai ein Angebot auf dem Tisch gehabt, wäre seine Unterschrift in Berlin reine Formsache gewesen. Schließlich hat der reflexstarke Torwart seit 2019 das Gesicht der Mannschaft maßgeblich geprägt, sich zu einem der konstantesten Keeper der Liga entwickelt und maßgeblichen Anteil an den jüngsten Vereinserfolgen gehabt.

Trotz des unglücklichen Endes im Sommer verlässt der Publikumsliebling die Spree nicht im kompletten Groll. Auf die Frage nach der weiteren Zukunft ließ er die Tür für seinen Herzensverein bewusst einen Spalt offen. Mit seinen 30 Jahren befindet sich der Schlussmann im besten Handballeralter, weshalb er eine spätere Rückkehr in die deutsche Hauptstadt nicht kategorisch ausschließt.

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