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Die GWD Minden hat am Mittwochabend mit einem 34:30-Heimsieg gegen den THW Kiel ein historisches Ausrufezeichen im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga gesetzt. Durch den ersten Erfolg über das Spitzenteam seit über 20 Jahren wahren die Ostwestfalen ihre Chance auf den Klassenerhalt.

Rote Karte und Torflaute: Ein intensiver Schlagabtausch

Seit dem 12. Februar 2006 warteten die Grün-Weißen auf einen doppelten Punktgewinn gegen die Kieler Übermacht. Dieser Fluch endete nun zum denkbar besten Zeitpunkt. Dabei begann die Partie als enger Abnutzungskampf. Die Hausherren hielten das hohe Tempo der Gäste von Beginn an mit und fanden auf jeden Vorstoß eine direkte Antwort. Auch ein früher Zwei-Tore-Rückstand brachte die Mindener nicht aus der Fassung.

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Mitte der ersten Halbzeit entwickelte sich das Duell zunehmend zu einem Torhüter-Spektakel. Während der Kieler Schlussmann Andreas Wolff mit starken Paraden glänzte und die Heimmannschaft in eine achtminütige Torflaute zwang, hielt auf der Gegenseite Malte Semisch sein Team im Spiel. Einen bitteren Rückschlag musste Minden hinnehmen, als Daniel Astrup nach einem Foul an Rasmus Ankermann die Rote Karte sah. Dennoch ging es mit einem knappen 16:17 in die Kabinen, nachdem ein letzter Wurf von Morten Hempel Jensen von der Latte unglücklich an Wolffs Arm und nicht ins Netz sprang.

Überragender Semisch ebnet den Weg zur Sensation

Im zweiten Durchgang zeigten die Gastgeber enormen Charakter und ließen ihr Herz auf der Platte. Minden egalisierte den Rückstand schnell und eroberte in der 35. Minute beim Stand von 19:18 die Führung zurück. Angeführt von einer beeindruckenden Wurfquote von über 70 Prozent setzten sich die Hausherren bis zur 44. Minute sogar auf vier Treffer ab.

Der absolute Matchwinner in dieser entscheidenden Phase war Torhüter Semisch. Der Keeper erwischte einen herausragenden Tag, parierte unter anderem zwei Siebenmeter und lieferte den starken Rückhalt für die Offensive. Zudem nutzte Minden Fehler der Norddeutschen eiskalt aus und traf doppelt in das verwaiste Tor der Gäste. Als Kiel sechs Minuten vor dem Ende noch einmal auf ein Tor herankam, behielten die Grün-Weißen in dieser enormen Drucksituation kühlen Kopf.

Showdown am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga

Mit dem 34:30-Endstand sicherte sich die GWD nicht nur zwei unerwartete und überlebenswichtige Zähler, sondern zieht in der Tabelle auch nach Punkten mit der HSG Wetzlar gleich. Der Kampf um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse spitzt sich damit dramatisch zu und gipfelt in einem ultimativen Showdown am letzten Spieltag.

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