Flensburg deklassiert Hannover und zieht ins European League Final Four ein
Die SG Flensburg-Handewitt zieht nach einem souveränen 43:35-Sieg in Hannover in das Final Four der European League ein.
Am Dienstagabend entscheidet sich im direkten deutschen Duell, wer das Ticket für das Final Four der Handball European League löst. Nach einem packenden 39:39-Unentschieden im Hinspiel empfängt die TSV Hannover-Burgdorf den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt zum alles entscheidenden Viertelfinal-Rückspiel (18.45 Uhr).
Vor dem Hinspiel lag die Favoritenrolle klar bei den Gästen von der Förde. Doch das spektakuläre Remis in Flensburg hat die Ausgangslage drastisch verändert. Experten sehen nun ein völlig offenes Rennen um den Einzug in die Endrunde, die am 30. und 31. Mai in Hamburg stattfindet.
Für die Niedersachsen bietet sich vor heimischer Kulisse eine einmalige Gelegenheit: Ein Sieg – egal ob in der regulären Spielzeit oder nach einem möglichen Siebenmeterwerfen – würde für Hannover den ersten Halbfinal-Einzug in einem europäischen Wettbewerb überhaupt bedeuten. TSV-Trainer Juan Carlos Pastor fordert dafür vollste Konzentration: „Wir wollen unsere Abwehr verbessern, gerade mit Blick auf Dienstag. Das ist der Schlüssel für unser Spiel.“
Bei der physischen Vorbereitung auf den Showdown hatten die Gäste zuletzt einen deutlichen Vorteil. Während die Flensburger ein spielfreies Wochenende genossen, da ihre Bundesliga-Partie gegen den SC Magdeburg auf dessen Wunsch verschoben wurde, mussten die Hausherren einen Rückschlag einstecken. Die TSV kassierte am Sonntag eine bittere 29:30-Auswärtsniederlage beim Bergischen HC.
Für die SG Flensburg-Handewitt steht viel auf dem Spiel. Der amtierende Champion, der die European League zuletzt zweimal in Folge gewinnen konnte, peilt das Titel-Triple an. Ein vorzeitiges Aus im Viertelfinale wäre eine herbe Enttäuschung für die ambitionierten Nordlichter.
SG-Trainer Ales Pajovic rechnet mit einer hochspannenden Begegnung und möchte einen Nervenkrimi vom Strich am liebsten vermeiden. „Kandidaten für ein Siebenmeterwerfen hätten wir natürlich, aber ich hoffe nicht, dass es dazukommt“, so der Coach. Seine Mannschaft sei optimal vorbereitet und werde ab der ersten Minute voll präsent sein, um die historische Mission der Hannoveraner zu stoppen.
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