MT Melsungen sichert sich Hauptrunden-Ticket der Champions League
Die MT Melsungen zieht nach einem Nervenkrimi bei Vardar Skopje in die Hauptrunde der Handball Champions League ein.
Der THW Kiel hat im Rennen um die Champions-League-Plätze einen herben Rückschlag erlitten. Der deutsche Rekordmeister unterlag am Sonntagabend in eigener Halle dem VfL Gummersbach deutlich mit 26:34 (15:14). Für die Mannschaft von Trainer Filip Jicha bedeutet das klare Ergebnis die erste Heimniederlage der laufenden Bundesliga-Saison.
Dabei sah es zur Pause noch halbwegs versöhnlich für die Hausherren aus. Nach einem schwachen Start und einem zwischenzeitlichen 4:6-Rückstand kämpften sich die „Zebras“ zurück in die Partie. Dank einer variableren Abwehr und Toren von Lukas Zerbe gingen die Norddeutschen sogar mit einer knappen 15:14-Führung in die Kabine. Doch was folgte, war ein unerklärlicher Leistungsabfall.
In der zweiten Halbzeit entglitt dem THW die Kontrolle fast vollständig. Während die Torhüterleistung auf Kieler Seite – Andreas Wolff hatte einen schweren Stand, Gonzalo Perez de Vargas sorgte nur kurz für Hoffnung – zu wünschen übrig ließ, spielte sich Gummersbach in einen Rausch. Die Defensive der Kieler fand keinen Zugriff mehr, und im Angriff häuften sich die Fehler. Phasenweise begleiteten Pfiffe des eigenen Anhangs das Geschehen auf der Platte.
Ausgerechnet ein zukünftiger Kieler wurde zum Architekten der Niederlage. Nationalspieler Julian Köster, der zur kommenden Spielzeit an die Förde wechselt, zeigte eine überragende Leistung und erzielte sieben Treffer. Unterstützt wurde er von einem nicht zu stoppenden Ellidi Vidarsson, der mit neun Toren bester Werfer der Partie war. Der VfL präsentierte sich hellwach, nutzte die Schwächen des Gegners gnadenlos aus und zog in der Schlussphase uneinholbar davon.
Die einzige positive Nachricht für die Fans in der Wunderino Arena gab es bereits vor dem Anwurf. Urgestein Rune Dahmke verkündete seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2028. „Ich war immer da und ich bleibe noch“, ließ der Linksaußen über den Videowürfel verlauten und sorgte für den lautesten Jubel des Abends.
Sportlich jedoch wiegt die Pleite schwer. Durch die Niederlage wächst der Rückstand auf den Tabellenzweiten und Rivalen SG Flensburg-Handewitt an. Mit nunmehr drei Minuspunkten mehr als der Nachbar gerät das Ziel Champions-League-Qualifikation für die Jicha-Truppe zunehmend in Gefahr.
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