Deutsches Sportsystem versagt bei Olympia – Strukturreform gefordert
Der deutsche Spitzensport verliert durch ein strukturelles Systemversagen massiv an internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
Die norwegische Delegation hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo Geschichte geschrieben. Bereits am drittletzten Wettkampftag verbesserten die Skandinavier ihre eigene Bestmarke und stellten einen neuen Rekord an Goldmedaillen bei einer einzigen Winterspiel-Austragung auf.
Den entscheidenden Triumph sicherte Biathlet Johannes Dale-Skjevdal am Freitag. In einem spannenden Massenstart über 15 Kilometer setzte sich der Norweger gegen die Konkurrenz durch und holte das viel umjubelte 17. Gold für sein Land. Damit übertrifft die Wintersport-Nation ihre bisherige Bestmarke von 16 Goldmedaillen, die sie erst bei den vergangenen Spielen 2022 in Peking aufgestellt hatte.
Das Erfolgsrezept der Nordeuropäer in Italien ist ihre beeindruckende Vielseitigkeit über fast alle Disziplinen hinweg. Besonders im Skilanglauf erwies sich Norwegen als das Maß aller Dinge und sammelte allein dort sechs Olympiasiege ein. Doch auch in der Nordischen Kombination sowie im Biathlon stehen jeweils drei Goldmedaillen zu Buche. Ergänzt wird die Bilanz durch je zwei Siege im Skispringen und Ski-Freestyle sowie einen Erfolg im Eisschnelllauf.
Während Norwegen einsam an der Spitze des Medaillenspiegels thront, blickt das deutsche Team auf eine durchwachsenere Bilanz. Die „ewige“ deutsche Bestmarke von 14 Goldmedaillen, erreicht in Pyeongchang 2018, bleibt bei diesen Spielen außer Reichweite. Team D konnte in Mailand/Cortina bislang sechs Olympiasiege verzeichnen.
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