Deutsches Sportsystem versagt bei Olympia – Strukturreform gefordert
Der deutsche Spitzensport verliert durch ein strukturelles Systemversagen massiv an internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
Der Zeitplan der Olympischen Winterspiele wird am vorletzten Tag erneut durcheinandergewirbelt. Das mit Spannung erwartete Finale im Ski-Freestyle in der Halfpipe der Frauen kann nicht wie geplant stattfinden. Grund für die Absage sind anhaltend schlechte Wetterbedingungen und dichter Schneefall am Austragungsort Livigno. Die Organisatoren haben jedoch bereits reagiert und einen neuen Termin für die Medaillenentscheidung angesetzt.
Eigentlich sollten die besten Freestylerinnen der Welt heute um Edelmetall kämpfen, doch die Sicherheit der Athletinnen geht vor. Wie aus einer offiziellen Mitteilung hervorgeht, wird die letzte Freestyle-Entscheidung dieser Winterspiele nun am Sonntag um 10:40 Uhr nachgeholt.
Die Verschiebung reiht sich in eine Serie von Planänderungen ein. Livigno erwies sich in den vergangenen Tagen als wetteranfällig, weshalb es aufgrund ungünstiger Prognosen immer wieder zu Anpassungen im Ablauf kam. Der dichte Schneefall machte eine faire Austragung in der Halfpipe nun unmöglich.
Aus deutscher Sicht findet der verschobene Medaillenkampf leider nur noch in der Zuschauerrolle statt. Die DSV-Athletin Sabrina Cakmakli hatte den Einzug in das Finale verpasst, nachdem sie bereits in der Qualifikation ausgeschieden war.
Die Augen der Weltöffentlichkeit richten sich am Sonntagvormittag daher vor allem auf Eileen Gu. Der Freestyle-Superstar und Publikumsliebling geht als große Mitfavoritin in den Wettbewerb. Die Konkurrenz wird hoffen, dass die chinesische Ausnahmekönnerin durch die wetterbedingte Wartezeit aus dem Rhythmus gebracht wurde, während Gu ihren Status als Königin der Halfpipe untermauern möchte.
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