Paralympics 2026: Russland-Proteste und Wetter-Chaos überschatten Spiele
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Anja Wicker hat im letzten Rennen der Paralympischen Winterspiele für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die deutsche Langläuferin sicherte sich im Intervallstart über 20 Kilometer die Silbermedaille und ließ dabei sogar die favorisierte US-Amerikanerin Oksana Masters hinter sich.
Bei widrigen Bedingungen im italienischen Tesero absolvierte die 34-jährige Stuttgarterin die kräftezehrende Distanz in 59:17,4 Minuten. Lediglich der 19-jährigen Südkoreanerin Yunji Kim, die sich mit 54,1 Sekunden Vorsprung souverän Gold sicherte, musste sie den Vortritt lassen. Besonders beeindruckend war jedoch der Sieg im direkten Duell gegen Masters. Der US-Topstar hatte zuvor bereits viermal Gold in Italien gewonnen, musste sich diesmal jedoch mit Bronze (+1:11,2 Sekunden) begnügen.
Für Wicker, die sowohl im Biathlon als auch im Langlauf das volle Programm in der sitzenden Startklasse absolviert, ist es nach einmal Silber und zweimal Bronze im Biathlon bereits das vierte Edelmetall bei diesen Spielen – und ihre erste paralympische Medaille im reinen Langlauf überhaupt.
Anhaltender Schneeregen hatte die Loipe im Vorfeld stark aufgeweicht und verlangte den Athletinnen physisch alles ab. Zunächst sah es nach einem Zweikampf an der Spitze aus: Nach fünf Kilometern hatten sich Kim und Masters ein Polster von 15 Sekunden erarbeitet. Doch Wicker ließ sich nicht abschütteln und hielt als Dritte konstant den Kontakt.
Schon zur Rennhälfte konnte die deutsche Weltmeisterin die Lücke zur Spitze sogar leicht verkleinern, was Bundestrainer Ralf Rombach verfrüht optimistisch stimmte. Während die junge Südkoreanerin auf den letzten fünf Kilometern das Tempo entscheidend anzog und sich absetzte, schwanden bei Masters zusehends die Kräfte. Wicker nutzte ihre physischen Reserven, robbte sich Stück für Stück an die Amerikanerin heran und zog an der 18-Kilometer-Marke endgültig vorbei, um den hart erkämpften Vorsprung sicher ins Ziel zu bringen.
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