Philipp Nawrath holt Platz drei im Biathlon-Sprint von Otepää
Beim Biathlon-Weltcup im estnischen Otepää hat Philipp Nawrath mit einer fehlerfreien Leistung den dritten Platz im Sprint errungen. Während der...
Das Bangen hat ein Ende: Rebecca Passler darf trotz eines vorangegangenen positiven Dopingtests an den Olympischen Winterspielen teilnehmen. Was wie das vorzeitige Aus für die 24-jährige Italienerin aussah, wendete sich nun in letzter Sekunde zum Guten. Das nationale Anti-Doping-Gericht (NADO) gab dem Einspruch der Athletin statt und hob die vorläufige Suspendierung mit sofortiger Wirkung auf.
Der Fall hatte im Vorfeld der Spiele in Antholz für erhebliche Unruhe gesorgt. Rebecca Passler war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar positiv auf die Substanz Letrozol getestet worden. Das Medikament, das primär in der Krebsbehandlung eingesetzt wird, kann theoretisch zur Senkung des Östrogenspiegels missbraucht werden. Die Lokalmatadorin beteuerte jedoch von Anfang an ihre Unschuld und argumentierte, dass der positive Befund auf eine unverschuldete Verunreinigung zurückzuführen sei.
Nachdem der Fall zunächst von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) an die nationalen Behörden verwiesen wurde, folgte nun der Freispruch im Eilverfahren. Die Argumentation der Skijägerin überzeugte das Gericht: Es liege keine Absicht und kein Verschulden vor. Damit ist der Weg frei für emotionale Einsätze vor heimischem Publikum.
Zwar kommt das Urteil für den Sprint am Samstag (Startzeit 14:45 Uhr) zu kurzfristig, doch die sportliche Perspektive für die kommenden Tage ist vielversprechend. Der italienische Verband bestätigte, dass die Südtirolerin ab Montag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen wird.
Das große Ziel ist nun der Staffel-Wettbewerb am kommenden Mittwoch. Dort könnte Passler das italienische Quartett um die Superstars Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi entscheidend verstärken und im Kampf um Edelmetall unterstützen. Die Erleichterung bei der Athletin ist riesig: „Es waren sehr schwierige Tage“, gestand Passler nach der Urteilsverkündung. „Jetzt kann ich mich endlich wieder voll und ganz auf Biathlon konzentrieren.“
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