Jannik Sinner verpasst Masters in Cincinnati durch Knieverletzung
Der Weltranglistenerste Jannik Sinner sagt das Masters in Cincinnati aufgrund einer anhaltenden Knieverletzung ab.
Alexander Zverev startet als topgesetzter Spieler in das ATP-Masters von Cincinnati, doch abseits des Platzes schlägt der Deutsche kritische Töne an. Vor dem wichtigen Vorbereitungsturnier auf die US Open prangert der Weltranglistendritte den extrem verdichteten Turnierkalender an.
Nach den verletzungsbedingten und strategischen Absagen des Top-Duos Jannik Sinner und Carlos Alcaraz geht Alexander Zverev beim 1000er-Event in Mason, Ohio, als Nummer eins der Setzliste ins Rennen. Dank seiner Weltranglistenposition profitiert die deutsche Nummer eins in der ersten Runde von einem Freilos. In der zweiten Runde wartet jedoch bereits ein echter Härtetest: Dort trifft er entweder auf den routinierten Briten Cameron Norrie oder das kroatische Top-Talent Dino Prizmic. Doch bevor der erste Aufschlag über das Netz fliegt, dominieren Themen abseits des Courts die Diskussionen.
Der aktuelle Spielplan gönnt den Stars der Tennis-Szene im Spätsommer keine Atempause. Auf das Masters in Kanada folgt nahtlos das Event in Cincinnati, bevor mit den US Open in New York das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ansteht. Da die Turniere für fitte Topspieler verpflichtend sind, entsteht eine enorme physische und psychische Belastung.
Zverev nimmt bei diesem Thema kein Blatt vor den Mund: „Wenn du als Topspieler alles spielst, dann verbringst du sieben Wochen in Nordamerika, das ist eine lange Zeit.“ Aus Sicht des Hamburgers ist genau diese Dauer der Hauptgrund, warum namhafte Spieler zuletzt vermehrt Turniere ausließen. Dass viele Stars seit einigen Jahren bewusst auf den Start in Kanada verzichten, bezeichnet Zverev als die „traurige Wahrheit“ des aktuellen Systems.
Die Lösung für das Dilemma liegt für den 27-Jährigen auf der Hand: Die Masters-Turniere in Kanada und Cincinnati müssten wieder kompakter gestaltet und auf eine Woche zusammengestaucht werden. Dies würde die Events für die absoluten Top-Athleten wieder attraktiver machen – und letztlich auch für die Fans, die die besten Spieler der Welt live sehen wollen.
Die Realität gibt Zverev recht: In Kanada fehlten neben Alcaraz und Sinner auch Novak Djokovic, Felix Auger-Aliassime und Alexander Bublik. Zwar drohen bei vorgeschobenen Verletzungen theoretisch Geldstrafen durch die ATP, doch für die Spitzenverdiener der Tour fallen diese kaum ins Gewicht. Oberste Priorität hat für sie das Haushalten mit den Kräften, um topfit beim Major-Turnier in Flushing Meadows aufzuschlagen.
Neben der harschen Kritik am System offenbarte Zverev auf der Pressekonferenz in Cincinnati aber auch einen persönlichen Herzenswunsch. Auf die Frage, an welchem ungewöhnlichen Ort er gerne einmal ein Match bestreiten würde, musste der bekennende Fußballfan nicht lange überlegen: Die Allianz Arena in München. „Ich würde dort wahnsinnig gerne spielen“, strahlte der Olympiasieger. Bleibt abzuwarten, ob der FC Bayern München seinem prominenten Anhänger diesen spektakulären Wunsch in Zukunft erfüllen wird.
Der Weltranglistenerste Jannik Sinner sagt das Masters in Cincinnati aufgrund einer anhaltenden Knieverletzung ab.
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