Jannik Sinner absolviert unangekündigte Arztbesuche vor den US Open
Jannik Sinner sorgt kurz vor den US Open mit Arztbesuchen in Italien für Spekulationen um seine körperliche Fitness.
Der Tennis-Weltranglistenerste Jannik Sinner muss kurz vor dem Start der US Open einen herben Rückschlag hinnehmen. Aufgrund einer hartnäckigen Knieverletzung sagte der Italiener seine Teilnahme am ATP Masters 1000 in Cincinnati ab, das als wichtige Generalprobe für das anstehende Grand-Slam-Turnier gilt.
Die Probleme im rechten Knie zwingen den Branchenprimus zu einer unfreiwilligen Pause. Obwohl Sinner nach eigenen Angaben intensiv mit seinem Ärzteteam an einer Rückkehr arbeitet, reiche die körperliche Verfassung derzeit nicht für das höchste Wettkampfniveau aus. "Ich muss akzeptieren, dass ich noch nicht bereit bin, an Wettkämpfen teilzunehmen", erklärte der 24-jährige Hauptkonkurrent des deutschen Spitzenspielers Alexander Zverev. Die volle Konzentration des Italieners liegt nun darauf, bis zum Start der US Open am 30. August wieder vollständige Matchfitness zu erlangen. Sein bislang letztes Spiel absolvierte der pfeilschnelle Grundlinienspieler vor knapp einem Monat bei seinem Sieg im Wimbledon-Finale gegen Zverev.
Das Vorbereitungsturnier im US-Bundesstaat Ohio, das vom 13. bis zum 23. August ausgetragen wird, verliert damit sein nächstes großes Zugpferd. Zuvor hatte bereits Carlos Alcaraz seinen Start in Cincinnati verletzungsbedingt abgesagt. Der 23-jährige Spanier pausiert wegen einer Handgelenksblessur bereits seit vier Monaten. Für die Konkurrenz ergeben sich durch die Absagen der absoluten Topstars völlig neue Perspektiven im Turnierbaum.
Besonders aus deutscher Sicht verschieben sich die Kräfteverhältnisse: Der 29-jährige Olympiasieger von 2021, Alexander Zverev, rückt durch das Fehlen Sinners beim Cincinnati Masters nun als topgesetzter Spieler in die Favoritenrolle. Sollten Sinner und Alcaraz ihre Verletzungsprobleme nicht rechtzeitig in den Griff bekommen und auch für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ausfallen, würden Zverevs Chancen auf den Titel in Flushing Meadows drastisch steigen. Es wäre für den Hamburger der insgesamt zweite Grand-Slam-Titel nach seinem Triumph bei den French Open in diesem Jahr.
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