12

Alexander Zverev hat nach seinem Einzug in das Finale der French Open 2026 mit einer flapsigen Bemerkung im Sieger-Interview für Aufsehen gesorgt. Der deutsche Tennis-Star scherzte auf dem Court über Profisportler, was die französische Ex-Spielerin Alize Cornet zunächst als respektlos empfand.

Selbstironie nach dem Halbfinal-Krimi gegen Jakub Mensik

Der Druck auf den Weltranglistendritten ist in Roland Garros enorm. Zverev gilt als der wohl beste aktive Spieler, dem bislang noch kein Grand-Slam-Titel vergönnt war. Nach seinem hart erkämpften Viersatzsieg im Halbfinale gegen den Tschechen Jakub Mensik wirkte der Hamburger sichtlich gelöst. Auf die Frage, wie er mit der immensen Erwartungshaltung umgehe, antwortete er mit einer ordentlichen Portion Selbstironie.

„Ganz ehrlich, wir sind Sportler, die wenigsten von uns haben etwas im Kopf“, erklärte Zverev mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Er fügte hinzu: „Manchmal ist es einfacher, dumm zu sein und nicht zu viel nachzudenken.“ Das Pariser Publikum auf dem Court Philippe-Chatrier honorierte diesen humorvollen Einwurf umgehend mit lautem Lachen.

Alize Cornet kritisiert „respektlose“ Aussagen

Doch nicht jeder Beobachter konnte die offensichtliche Ironie des 29-Jährigen teilen. Alize Cornet, die das Turnier als TV-Expertin für das französische Fernsehen begleitet, zeigte sich ob der Aussagen deutlich verstimmt. Die ehemalige Nummer elf der WTA-Weltrangliste sparte in der Übertragung nicht mit Kritik.

„Die Sinnlosigkeit dieser Aussage – ich bin ehrlich gesagt sprachlos“, wetterte die 36-Jährige. Zverevs Worte seien schlichtweg respektlos gegenüber anderen Spielern und Sportlern. „Er spricht zwar nur von sich selbst, aber wir sitzen alle im gleichen Boot“, begründete Cornet ihren Unmut und stellte klar: „Wenn er lustig sein wollte, ist es ihm nicht gelungen.“

Französin rudert nach scharfer Kritik zurück

Der kleine Eklat abseits des Sandplatzes war jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits wenig später erkannte Cornet offenbar selbst, dass sie in der Hitze des Gefechts über das Ziel hinausgeschossen war. Über die sozialen Medien suchte die Französin die Deeskalation und entschuldigte sich für ihre scharfe Reaktion.

„Okay Leute, ich habe für einen Augenblick meinen Humor vergessen. Kann jedem passieren, oder? Entschuldigung“, schrieb Cornet an ihre Follower. Ein sympathischer Zug, der den medialen Wirbel um Zverevs Interview schnell wieder beendete. Der deutsche Hoffnungsträger kann sich somit voll und ganz auf das anstehende Endspiel konzentrieren, in dem er endlich seinen Grand-Slam-Fluch besiegen möchte.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?