11

Alexander Zverev steht nach einem souveränen Zweitrundensieg beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon in der dritten Runde. Der deutsche Topspieler sieht sich an der Church Road ganz bewusst nicht in der absoluten Favoritenrolle und schätzt die geringere Erwartungshaltung, nachdem ihm der immense mentale Druck bei den French Open stark zugesetzt hatte.

Wimbledon: Alexander Zverev stapelt tief

Der Hamburger meisterte seine Zweitrundenpartie ohne größere Probleme und hinterlässt auf dem Londoner Rasen bislang einen hervorragenden Eindruck. Trotz des klaren Erfolgs zeigte sich der 27-Jährige selbstkritisch und sprach von einem guten, aber nicht perfekten Match. Anstatt sich nach dem überzeugenden Auftritt selbst ins Rampenlicht zu rücken, schiebt er die Favoritenrolle lieber der Konkurrenz zu.

Passend zum Thema

In der internen Hierarchie der Titelanwärter sieht der Weltranglistenvierte Jannik Sinner an erster Stelle, dicht gefolgt vom mehrfachen Wimbledon-Sieger Novak Djokovic. Sich selbst stuft er realistisch als potenziellen dritten Favoriten ein. Diese vorsichtige Einschätzung untermauert der deutsche Nationalspieler mit einem Blick in die Vergangenheit: Seit einem Duell gegen Tomáš Berdych im Jahr 2016 hat er in Wimbledon gegen keinen Top-10-Spieler mehr auf dem Platz gestanden. Entsprechend defensiv formuliert er seine Ziele für den weiteren Turnierverlauf.

Marcos Giron wartet auf dem Weg ins Achtelfinale

Die nächste Hürde auf dem Weg in die zweite Turnierwoche heißt Marcos Giron. Gegen den US-Amerikaner, der aktuell auf Position 92 der Weltrangliste geführt wird, geht Zverev am Samstag als klarer Favorit in die Drittrundenbegegnung. Ein Sieg würde dem Aufschlagriesen den Einzug ins Achtelfinale bescheren – eine Marke, die er in seiner bisherigen Karriere in Wimbledon dreimal erreichte, aber noch nie übertreffen konnte.

Mentale Belastung: Die Schattenseiten des French-Open-Triumphs

Dass der norddeutsche Tennis-Star die Rolle im erweiterten Favoritenkreis in London geradezu genießt, hängt stark mit den kräftezehrenden Erfahrungen der vergangenen Wochen zusammen. Rückblickend beschreibt er die Tage rund um seinen jüngsten Triumph bei den French Open schonungslos offen als eine der schlimmsten Wochen seines Lebens.

Das Wissen um die einmalige Chance auf den Titel nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Sinner und Djokovic habe einen immensen mentalen Druck erzeugt. Diese psychische Belastung äußerte sich in extremer Nervosität und Gereiztheit, die besonders im Finale zu einem spielerischen Leistungseinbruch führte. Letztlich überwog in Paris jedoch die Erleichterung über den Turniersieg, der dem Ausnahmesportler wertvolle Erkenntnisse für den Umgang mit der eigenen Nervosität auf der größten Tennis-Bühne lieferte.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?