French Open 2026: Sinner dominiert Favoritenfeld – Zverev in Lauerstellung
Jannik Sinner geht als ungeschlagener Favorit in die French Open 2026, während Alexander Zverev auf den Titel hofft.
Alexander Zverev hat nach seinem historischen ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open in Paris große Pläne. Der 29-Jährige besiegte im Finale Flavio Cobolli in fünf Sätzen, löste damit eine mentale Blockade und nimmt nun selbstbewusst die Spitze der Weltrangliste ins Visier.
In Paris hat Zverev seinen lang ersehnten Durchbruch auf höchster Ebene endgültig geschafft. Im vierten Grand-Slam-Finale seiner Karriere krönte sich der deutsche Topspieler erstmals zum Champion bei Roland Garros. Nach diesem Meilenstein richtet er den Blick unweigerlich nach vorne und bläst zum Angriff auf die aktuelle Tennis-Elite.
Im Interview mit dem Magazin Esquire zeigte sich der Hamburger befreit. Das Gefühl der Unvollständigkeit, das ihn jahrelang begleitete, sei nun gewichen. Dennoch bleibt der Hunger auf mehr bestehen: Das ultimative Ziel lautet nun, die Nummer eins der Welt zu werden. Zverev weiß jedoch, dass dieser Weg enorm anspruchsvoll wird.
Besonders die junge Garde um Jannik Sinner und Carlos Alcaraz flößt ihm Respekt ein. Der Sieger von Paris lobte das unglaubliche Tennis seiner Konkurrenten und prognostizierte, dass die beiden die Tour im kommenden Jahrzehnt dominieren werden. Dennoch sieht sich der Ex-Weltranglistenzweite nun in einer neuen Position: Durch den Major-Sieg ist der Knoten geplatzt. Kann Zverev sein Niveau aus der französischen Hauptstadt halten, traut er sich den Sprung an die absolute Spitze zu.
Der Weg zum Titel war jedoch ein emotionaler Kraftakt. Nachdem Mitfavoriten wie Novak Djokovic und Jannik Sinner früh aus dem Turnier ausgeschieden waren, wuchs der Druck auf Zverev massiv an. Er ging als klarer Favorit in die heiße Phase des Turniers und stand unter dem Zugzwang, unbedingt abliefern zu müssen.
Diese Last forderte im Endspiel ihren Tribut. Körperlich und mental völlig ausgelaugt, wurde Zverev am Ende des vierten Satzes von Krämpfen geplagt. Doch genau diese physische Erschöpfung wurde zu seinem größten Trumpf: Die Schmerzen lenkten ihn ab und halfen ihm, die nervliche Anspannung abzulegen. Sein Arm schwang plötzlich völlig frei. Ohne die mentale Blockade lieferte der pfeilschnelle Grundlinienspieler im entscheidenden fünften Satz sein bestes Tennis ab und trug sich endgültig in die Geschichtsbücher ein.
Jannik Sinner geht als ungeschlagener Favorit in die French Open 2026, während Alexander Zverev auf den Titel hofft.
Vor seinem 41. Grand-Slam-Anlauf in Paris zeigt eine Bilanz, warum Alexander Zverev gegen die Elite oft das Nachsehen hat.
Nach seinem ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open plant Alexander Zverev noch zehn Jahre auf der Tour zu spielen.