Alexander Zverev sichert sich Weltranglistenspitze nach Alcaraz-Pleite
Alexander Zverev steht fest als kommende Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, da Carlos Alcaraz in Shanghai ausschied.
Alexander Zverev hat den erhofften Titel auf dem traditionsreichen Rasen von Wimbledon knapp verpasst. Im Endspiel des prestigeträchtigsten Tennisturniers der Welt unterlag der deutsche Top-Spieler dem aktuellen Weltranglistenersten Jannik Sinner. Obwohl der Hamburger in den vergangenen Wochen überragendes Tennis zeigte, reichte es am Ende nicht für die ultimative Krönung in London. Für Tennis-Legende Mats Wilander liegt der Grund für die Niederlage nicht in der Physis, sondern in der mentalen Einstellung.
Mats Wilander, selbst siebenmaliger Grand-Slam-Sieger, hat eine klare Meinung zum Ausgang des Finals. Der Schwede zeigte sich im Interview mit der L’Équipe überzeugt, dass Zverev letztlich an seinen eigenen Gedanken gescheitert sei. Zwar habe der deutsche Nationalspieler nach seinem jüngsten Grand-Slam-Erfolg in Roland Garros mit deutlich mehr Freiheit aufgespielt, doch im entscheidenden Moment habe der Glaube an den Sieg gefehlt.
Es gebe laut Wilander weiterhin eine Lücke zur absoluten Spitze. Diese sei jedoch nicht körperlicher oder spielerischer Natur, sondern rein mental. Der Ex-Profi zweifelte offen an, ob der Weltranglistenzweite auf dem Centre Court wirklich durchgehend daran geglaubt habe, den formstarken Italiener bezwingen zu können.
Trotz der bitteren Niederlage sieht Wilander eine sehr positive Entwicklung beim deutschen Ausnahmespieler. Gerade weil der Rasen in der Vergangenheit nicht als der Lieblingsbelag des 29-Jährigen galt, sei der Einzug in das Wimbledon-Finale ein massiver Schritt. Zverev fühle sich auf Hartplatz weitaus wohler, bewies nun aber seine Vielseitigkeit auf höchstem Niveau.
Für die kommenden zwölf Monate prognostiziert die Tennis-Ikone, dass Zverev die Lücke zu Sinner und dem Spanier Carlos Alcaraz weiter schließen wird. Wilander fordert von dem neuen Weltranglistenzweiten eine klare Kampfansage: Spieler dieses Kalibers dürften für Zverev nicht für immer unberührbar bleiben.
Mit der Niederlage gegen Sinner sicherte sich Zverev unfreiwillig einen Platz in den Geschichtsbüchern des Tennissports. Er ist nun einer von nur fünf Spielern in der Geschichte, die bei jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens ein Finale verloren haben. Ein Schmerz, den er sich allerdings mit den absoluten Giganten des Sports teilt: Auch Legenden wie Ivan Lendl, Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray mussten dieses Schicksal in ihrer Karriere hinnehmen.
Alexander Zverev steht fest als kommende Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, da Carlos Alcaraz in Shanghai ausschied.
Obwohl Alexander Zverev durch das Saison-Aus von Jannik Sinner die ATP-Spitze übernimmt, fehlt ihm sein Kontrahent.
Der Weltranglistenerste Jannik Sinner verpasst das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres wegen anhaltender Knieprobleme.