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Alexander Zverev hat den historischen Titel in Wimbledon knapp verpasst. In einem hochklassigen Finale auf dem Heiligen Rasen musste sich der Hamburger dem Weltranglistenersten Jannik Sinner in vier Sätzen geschlagen geben. Im Nachgang der bitteren Niederlage hat Tennis-Ikone Michael Stich dem 29-Jährigen einen klaren Ratschlag für den weiteren Saisonverlauf mit auf den Weg gegeben.

Sinner behält im Rasen-Krimi die Oberhand

Das Rasentrauma der vergangenen Jahre schien überwunden, doch für den ganz großen Wurf reichte es am Ende nicht. Alexander Zverev startete als erster deutscher Wimbledon-Finalist bei den Herren seit Boris Becker im Jahr 1995 furios in die Partie. Mit aggressiven Returns und dominanten Aufschlagspielen setzte er Jannik Sinner massiv unter Druck. Dennoch zog die deutsche Nummer eins nach über drei Stunden mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6 und 4:6 den Kürzeren.

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Es war bereits die zehnte Niederlage in Folge gegen seinen italienischen Angstgegner, der im gesamten Finale kein einziges Break zuließ. TV-Experte Michael Stich lobte bei Prime Video das Niveau der Begegnung: Es sei ein intensives Match gewesen, an dessen Ende ein Sieger stand, der die entscheidenden drei bis vier Prozent durchhaltender war und die wichtigen Punkte für sich verbuchen konnte.

Stichs dringender Rat: Fokus auf Regeneration

Nur wenige Wochen nach dem physisch und psychisch kräftezehrenden Lauf in Paris sahen die Zuschauer in London einen Zverev, der alles auf dem Platz ließ. Genau hier setzt die Warnung des Wimbledonsiegers von 1991 an. Stich betonte, dass die vergangenen zwei Monate seinen Landsmann mental enorm viel Energie gekostet hätten.

Der 57-jährige Ex-Profi rät dem Olympiasieger nun dringend zu einer Verschnaufpause. Zverev dürfe nicht den Fehler machen, seinen Turnierkalender zu überladen. Vielmehr sei jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen, sich eine Auszeit zu gönnen, durchzuatmen und die jüngsten Erlebnisse in Ruhe zu reflektieren.

Der Blick nach vorn: Grand Slams statt Weltrangliste

Neben der körperlichen Erholung sprach Stich auch eine klare Empfehlung für Zverevs sportliche Prioritätensetzung aus. Mit Blick auf die ATP-Weltrangliste hat der Südtiroler Sinner mittlerweile einen komfortablen Vorsprung von knapp 5000 Punkten aufgebaut. Dass Zverev in diesem Jahr noch die Nummer eins der Welt wird, hält Stich für sehr unwahrscheinlich.

Sein Fazit fällt nüchtern, aber zielgerichtet aus: Der gebürtige Hamburger müsse akzeptieren, dass die verbleibenden Grand-Slam-Turniere das absolute Hauptziel sein müssen. Da Zverev im Vergleich zur nachrückenden Konkurrenz etwas älter ist, fordert Stich von ihm ein cleveres Haushalten mit den eigenen Kräften. Nur so könne er künftig bei den Majors auf den Punkt genau seine Bestleistung abrufen.

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