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Alexander Zverev greift nach dem historischen Titel-Doppelpack. Der Hamburger besiegte im Halbfinale von Wimbledon den britischen Lokalmatadoren Arthur Fery kompromisslos mit 7:6 (7:0), 6:2 und 6:4. Nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open steht der deutsche Ausnahmespieler damit in seinem ersten Endspiel auf dem legendären Rasen des All England Club.

Schlüsselmoment im Tie-Break bricht britischen Widerstand

Zu Beginn der Partie auf dem ausverkauften Centre Court musste der Olympiasieger schwer arbeiten. Fery, der als Wildcard-Spieler überraschend bis ins Halbfinale vorgedrungen war, startete furchtlos und brachte mit couragiertem Netzangriffen das heimische Publikum immer wieder zum Beben. Unter den Augen von Fußballstar Virgil van Dijk entwickelte sich im ersten Satz ein offener Schlagabtausch. Zverev setzte jedoch immer wieder seinen Kraftvorteil ein, schlug allein im ersten Durchgang sieben Asse und erzwang den Tie-Break. Dort zeigte der 29-Jährige keine Gnade: Mit einem dominanten 7:0 fegte er den Briten förmlich vom Platz und erstickte das britische Tennis-Märchen im Keim. Danach dominierte Zverev das Geschehen und ließ dem Lokalmatadoren in den Sätzen zwei und drei kaum noch eine Chance zur Entfaltung.

Historische Dimensionen: Erster deutscher Finalist seit Boris Becker

Mit dem souveränen Einzug ins Endspiel beendet der Hamburger eine jahrzehntelange Durststrecke für das deutsche Herrentennis. Er ist der erste deutsche Spieler im Männer-Einzel seit Boris Becker vor 31 Jahren, der das Wimbledon-Finale erreicht. Ein Sieg am Sonntag würde ihn zum ersten männlichen Rasen-Champion aus Deutschland seit Michael Stich im Jahr 1991 machen. Bereits vor dem Finale steht ein weiterer Meilenstein fest: Durch den Finaleinzug wird Zverev am kommenden Montag den derzeit verletzten Carlos Alcaraz als Nummer zwei der Weltrangliste ablösen.

Im Endspiel wartet Sinner oder Djokovic

Der Blick des frischgebackenen Weltranglistenzweiten richtet sich nun auf die ultimative Herausforderung. Im Finale trifft er entweder auf den aktuellen Branchenprimus Jannik Sinner oder auf den serbischen Major-Rekordgewinner Novak Djokovic. Zverev reist nach seinem Befreiungsschlag in Roland Garros mit enormem Selbstvertrauen in sein mittlerweile fünftes Grand-Slam-Finale. Gelingt ihm der Triumph gegen einen der beiden Titanen, wäre er erst der 14. Spieler in der Tennisgeschichte, der das Double aus French Open und Wimbledon innerhalb einer Saison gewinnt.

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