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Der britische Tennisprofi Arthur Fery sorgt in Wimbledon für eine historische Sensation und steht als Wildcard-Spieler im Halbfinale. Vor dem großen Duell gegen Alexander Zverev am Freitag enthüllte der 23-Jährige nun ein bislang unbekanntes Detail seines bemerkenswerten Erfolgslaufs: Der Lokalmatador musste sich mitten im prestigeträchtigen Grand-Slam-Turnier in London einem kurzfristigen medizinischen Eingriff unterziehen.

Verödete Blutgefäße stoppen hartnäckiges Nasenbluten

In den ersten Runden des Turniers hatte der Weltranglisten-114. immer wieder mit starkem Nasenbluten zu kämpfen. Besonders während seines packenden Fünfsatz-Krimis gegen Zizou Bergs sowie in den anschließenden Partien gegen Damir Dzumhur und Otto Virtanen trat das Problem auf dem Rasen akut auf. Um seine sportliche Leistungsfähigkeit nicht weiter zu gefährden, handelte der pfeilschnelle Brite vor seinem Achtelfinal-Match gegen Grigor Dimitrov.

Bei einem kleinen Eingriff ließ er sich die Blutgefäße in der Nase veröden, was die störenden Beschwerden umgehend beseitigte. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme vermeidet er es nun strikt, sein Gesicht auf dem Court direkt mit dem Handtuch abzutrocknen. Die Maßnahme zeigte volle Wirkung und ebnete den Weg für den weiteren Turnierverlauf.

Historischer Lauf gipfelt im Kräftemessen mit Zverev

Mit völlig befreiten Atemwegen stürmte die Überraschung des Turniers in die nächste Runde. Seinen Platz unter den letzten Vier sicherte sich der Außenseiter mit einem überzeugenden Drei-Satz-Erfolg gegen den an Position neun gesetzten Flavio Cobolli. Damit trägt er sich schon jetzt in die Geschichtsbücher ein: Er ist der erste britische Wildcard-Spieler überhaupt, der im altehrwürdigen All England Club die Vorschlussrunde erreicht. In der modernen Ära gelang ein solches Halbfinal-Ticket als Wildcard zuvor lediglich dem späteren Champion Goran Ivanisevic im Jahr 2001.

Nun wartet die ultimative Reifeprüfung auf den Shootingstar. Im Halbfinale am Freitag geht es gegen den formstarken Alexander Zverev um den Einzug ins Endspiel. Die heimischen Fans hoffen derweil auf das ganz große Märchen, denn sollte Fery am Ende tatsächlich den Titel holen, wäre er der erste englische Wimbledon-Sieger seit der Legende Fred Perry im Jahr 1936.

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