Wimbledon-Finale: Michael Stich warnt Alexander Zverev vor großem Fehler
Nach der Finalpleite in Wimbledon gegen Jannik Sinner rät Tennis-Ikone Michael Stich Alexander Zverev zu einer Pause.
Jannik Sinner hat seinen Titel beim Rasen-Klassiker in Wimbledon erfolgreich verteidigt. Trotz des prestigeträchtigen Triumphs in London ist die langfristige Zusammenarbeit mit seinem Erfolgstrainer Darren Cahill über das laufende Jahr hinaus allerdings noch nicht in Stein gemeißelt.
Gemeinsam mit dem Italiener Simone Vagnozzi bildet Darren Cahill seit 2022 das Trainergespann in der Box von Jannik Sinner. Der 60-jährige Australier führte den 24-Jährigen nun zu dessen insgesamt fünftem Grand-Slam-Titel, dem ersten in der laufenden Saison 2026. Dennoch ist unklar, wie lange das erfolgreiche Trio noch zusammenarbeiten wird. Gegenüber der Gazzetta dello Sport bestätigte Cahill, dass sein aktuelles Arbeitspapier lediglich bis zum Jahresende Gültigkeit besitzt. Zwar habe man sich im Vorjahr darauf geeinigt, auch 2026 gemeinsam weiterzumachen, finale Entscheidungen stehen aber noch aus. Wir werden am Ende der Saison darüber sprechen, ließ der ehemalige australische Tennisprofi seine Zukunft vorerst offen.
Der Triumph an der Church Road markiert den vorläufigen Höhepunkt eines überaus turbulenten ersten Halbjahres für den Südtiroler. Nachdem Sinner bei den Australian Open in Melbourne noch souverän aufspielte und erst im Halbfinale an einem schier unbezwingbaren Novak Djokovic gescheitert war, folgte bei den French Open der absolute Tiefpunkt. In der zweiten Runde der Sandplatzsaison brach Sinner in der Pariser Hitze völlig ein und verspielte gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo eine deutliche 6:3, 6:2, 5:1-Führung. Umso bemerkenswerter ist die mentale Leistung, die der Titelverteidiger nun in Wimbledon zeigte. Für mich bedeutet dieser Sieg sehr viel, denn nach dem, was in Paris passiert ist, war es sehr schwer, gestand Sinner nach seinem Finalerfolg über Alexander Zverev.
Die harte Probe für das Selbstvertrauen des Italieners begann in Wimbledon bereits in der ersten Runde. Gegen den Serben Miomir Kecmanovic musste Sinner einen 1:2-Satzrückstand drehen, um das frühe Aus abzuwenden. Sein Coach zeigte sich nach dem Turnier beeindruckt von dieser Energieleistung. Hier wurde er gleich in der ersten Runde auf die Probe gestellt, kämpfte sich zurück und gewann einen wichtigen fünften Satz, analysierte Cahill den Lauf seines Schützlings. Dieser Kraftakt sei entscheidend für das Selbstvertrauen gewesen. Von da an steigerte sich der Weltranglistenspieler von Match zu Match, bis er schließlich gegen Zverev die Trophäe erneut in den Londoner Himmel recken durfte. Sinner selbst betonte, er habe einfach versucht, sich nach dem Paris-Debakel in die bestmögliche Ausgangsposition zu bringen, um auf dem Rasen wieder maximal konkurrenzfähig zu sein. Der Plan des Teams ist voll aufgegangen – ob das Erfolgstrio jedoch über 2026 hinaus Bestand hat, wird sich erst in den kommenden Monaten entscheiden.
Nach der Finalpleite in Wimbledon gegen Jannik Sinner rät Tennis-Ikone Michael Stich Alexander Zverev zu einer Pause.
Alexander Zverev schätzt in Wimbledon seine Außenseiterrolle, nachdem ihn der extreme Druck in Paris mental belastet hat.
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