Jannik Sinner muss seine Rückkehr auf die ATP-Tour weiter verschieben. Der Italiener sagte am Samstag seine Teilnahme am am 7. Oktober startenden Shanghai Masters ab. Wegen anhaltender Knieprobleme stand der 25-Jährige seit dem Wimbledon-Finale im Juli nicht mehr auf dem Platz. Nun mehren sich die Stimmen, dass ein operativer Eingriff unumgänglich sein könnte.

Bittere Absage: „Leider werde ich nicht spielen können“

Auf seinen Social-Media-Kanälen wandte sich der Südtiroler am Wochenende direkt an seine Anhänger. „Leider werde ich dieses Jahr nicht wie erhofft beim Rolex Shanghai Masters spielen können“, schrieb Sinner und drückte sein Bedauern aus. Er habe es immer genossen, vor den chinesischen Fans anzutreten. Damit verlängert sich die Zwangspause auf mittlerweile fast drei Monate. Zuletzt schlug er im Juli bei seiner Niederlage gegen Alexander Zverev auf dem Londoner Rasen auf.

Schon im Spätsommer hatte die Blessur weitreichende Konsequenzen. So verpasste Sinner unter anderem das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres, als er verletzungsbedingt für die US Open absagen musste. Die Hoffnung auf eine schnelle konservative Heilung scheint sich nun endgültig zerschlagen zu haben.

Ex-Profi vermutet strukturelles Problem im Knie

In Italien kursieren derweil besorgniserregende Berichte über den genauen Gesundheitszustand. Wie der Instagram-Account „tennisforever“ unter Berufung auf italienische Quellen berichtet, verspürt Sinner bei jeder Beugung des Knies Schmerzen. Die Probleme hätten sich demnach verschlimmert, weshalb eine Operation im Raum stehe. Bestätigt ist dieser Eingriff von offizieller Seite noch nicht.

Der ehemalige italienische Tennisprofi Diego Nargiso äußerte gegenüber „Tuttosport“ einen klaren Verdacht. Sorgen um Sinner seien absolut berechtigt. „Ich bin überzeugt, dass Jannik sich entschieden hat, das Problem ein für alle Mal anzugehen“, erklärte der 56-Jährige. Eine bloße Entzündung würde bei optimaler Behandlung nach drei bis vier Wochen abklingen. Da der Ausfall nun aber schon seit Juli andauert, schlussfolgert Nargiso: „Das bedeutet, dass mehr dahintersteckt: Entweder ist es chronisch oder strukturell bedingt.“

Laut Nargiso wurde das Knie womöglich lange Zeit mit Physiotherapie und Muskelaufbau stabilisiert, bis diese Maßnahmen ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichten. Wie und wann Sinner auf die Tour zurückkehrt, bleibt damit völlig offen. Sollte tatsächlich ein operativer Eingriff am Gelenk erfolgen, droht auch das vorzeitige Aus für die restliche Saison 2026.

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