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Der 19-jährige Rafael Jodar zieht nach einer sensationellen Aufholjagd in das Viertelfinale der French Open 2026 ein. Nach einem 0:2-Satzrückstand gegen seinen Landsmann Pablo Carreno Busta drehte der spanische Senkrechtstarter die Achtelfinal-Partie eindrucksvoll. Am Mittwoch trifft er nun auf Deutschlands Tennis-Hoffnung Alexander Zverev. Ein Duell, in das Jodar mit extrem viel Rückenwind und einem historischen Meilenstein im Gepäck geht.

Historischer Meilenstein in Roland Garros

Der rasante Aufstieg des jungen Spaniers ist bemerkenswert. Erst Anfang des Jahres feierte er bei den Australian Open sein Grand-Slam-Debüt. Als Qualifikant stürmte er in Melbourne ins Hauptfeld, besiegte das japanische Talent Rei Sakamoto und unterlag erst in Runde zwei dem Tschechen Jakub Mensik. Nur rund vier Monate später steht er beim Sandplatzklassiker in Paris in der Runde der letzten Acht. Beim erst zweiten Auftritt im Hauptfeld eines Majors direkt ins Viertelfinale vorzudringen, ist eine absolute Rarität im Profi-Tennis.

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Auf den Spuren von Becker, Borg und McEnroe

Ein Blick in die Geschichtsbücher der Open Era unterstreicht Jodars außergewöhnliche Leistung. Bislang benötigten lediglich Legenden wie Boris Becker, John McEnroe und der Schwede Björn Borg ebenfalls nur zwei Anläufe, um ihr erstes Viertelfinale zu erreichen. Zum Vergleich: Die heutigen Topstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz schafften diesen Sprung erst im vierten Versuch.

Die Statistik liefert zudem eine beeindruckende Prognose: Insgesamt 17 Spieler schafften es in der Geschichte des Sports vor ihrem zehnten Major-Auftritt in ein Viertelfinale. Abgesehen von Jodar und dem Brasilianer Joao Fonseca erklommen alle Vorgänger im Laufe ihrer Karriere die Spitze der Weltrangliste und gewannen mindestens ein Grand-Slam-Turnier. Fonseca feierte bei den diesjährigen French Open übrigens das gleiche Kunststück wie Jodar und warf auf seinem Weg ins Viertelfinale unter anderem Novak Djokovic und Casper Ruud aus dem Turnier.

Zverev als Favorit mit historischer Warnung

Wenn Jodar am Mittwoch gegen Alexander Zverev antritt, liegt die Favoritenrolle klar bei der Nummer drei der ATP-Rangliste. Doch der Hamburger sollte gewarnt sein. Der junge Spanier spielt völlig befreit auf und könnte erneut Geschichte schreiben: Ein Halbfinaleinzug beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Karriere gelang bislang einzig US-Legende McEnroe. Jodar hat auf dem Court in Paris alle Trümpfe in der Hand, um die etablierte Tennis-Welt weiter ins Wanken zu bringen.

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