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Der australische Tennis-Profi Nick Kyrgios ist während eines ATP-Turniers auf Mallorca im Juni positiv auf Kokain getestet worden. Wie die International Tennis Integrity Agency (ITIA) am Mittwoch bekannt gab, ist der Wimbledon-Finalist von 2022 aufgrund dieses Befunds bereits seit dem 4. August vorläufig gesperrt. Der Spieler hat sein Fehlverhalten mittlerweile öffentlich eingestanden.

Geständnis und Reue auf Instagram

Das langjährige Enfant terrible der Tennis-Szene reagierte umgehend auf die Veröffentlichung der Suspendierung. Über seinen Instagram-Kanal wandte sich der Australier an die Öffentlichkeit und übernahm die volle Verantwortung für sein Handeln. Er bat seine Fans, Sponsoren und vor allem seine Familie um Verzeihung. Besonders die Vorbildfunktion für Kinder bereite ihm große Sorgen, da er von sich selbst zutiefst enttäuscht sei.

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Verletzungssorgen und mentale Probleme als Auslöser

Als Erklärung für seinen tiefen Fall nannte der hochtalentierte Aufschlagspezialist massive mentale und körperliche Probleme in der jüngeren Vergangenheit. Die von zahlreichen Verletzungen geprägte Phase seiner Karriere habe ihn stark belastet. Sein Körper sei schlichtweg nicht mehr in der Lage gewesen, den eigenen sportlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Der Gedanke, dass sich seine aktive Laufbahn dem Ende zuneigen könnte, habe ihn in ein Gefühl der Hilflosigkeit und Einsamkeit gestürzt.

Den positiven Befund sieht er nun als schmerzhaften Weckruf, um nach Verbüßung seiner Strafe gestärkt auf den Court zurückzukehren. Vorerst zieht er sich jedoch vollständig aus der Öffentlichkeit zurück.

Ein unvollendetes Talent

Der Doping-Skandal fügt der ohnehin schon bewegten Vita des Exzentrikers ein weiteres Kapitel hinzu. Seit Beginn seiner Profilaufbahn galt er als einer der begnadetsten Spieler auf der Tour, fiel jedoch immer wieder durch mangelnde Disziplin und emotionale Ausbrüche auf. Seinen sportlichen Zenit erreichte er im Sommer 2022, als er sensationell in das Endspiel von Wimbledon Einzug hielt. Dort unterlag er dem serbischen Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic in vier umkämpften Sätzen. Ob er nach dieser Drogenaffäre jemals wieder an solche sportlichen Höhepunkte anknüpfen kann, bleibt fraglich.

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