Alexander Zverev genießt Wimbledon-Außenseiterrolle nach French-Open-Druck
Alexander Zverev schätzt in Wimbledon seine Außenseiterrolle, nachdem ihn der extreme Druck in Paris mental belastet hat.
Novak Djokovic zieht nach einem historischen Kraftakt in das Halbfinale von Wimbledon ein. Der 39-jährige Rekord-Grand-Slam-Sieger bezwang den Kanadier Felix Auger-Aliassime am späten Abend in einem dramatischen Fünf-Satz-Match und hielt seine Hoffnungen auf den nächsten großen Titel am Leben.
Es war ein Abend der Superlative im All England Club. Nach 5:15 Stunden Spielzeit und kurz vor der lokalen Sperrstunde um 23:00 Uhr verwandelte Novak Djokovic seinen Matchball. Mit 7:6 (12:10), 3:6, 6:3, 6:7 (4:7) und 7:6 (10:4) rang er den stark aufspielenden Weltranglisten-Vierten Auger-Aliassime nieder. Laut den Veranstaltern war dieses spektakuläre Duell das längste Viertelfinale in der traditionsreichen Geschichte des Rasenklassikers in London.
Dabei sah der Serbe bereits zu Beginn des vierten Satzes wie der sichere Sieger aus. Mit einem Break im Rücken steuerte er auf einen Viersatzerfolg zu, doch der 25-jährige Kanadier zeigte unglaubliche Kämpferqualitäten. Auger-Aliassime erzwang den entscheidenden fünften Durchgang, in dem die Spannung auf dem Centre Court in einem Match-Tiebreak gipfelte. Hier spielte der Routinier all seine Erfahrung aus und sicherte sich das Weiterkommen.
Nach dem Match zeigte sich der siebenmalige Wimbledonsieger sichtlich gezeichnet, aber überglücklich. Es sei eines seiner besten Matches in London gewesen, erklärte Djokovic und fügte an, dass es genau diese Momente seien, für die er noch professionell Tennis spiele. Gleichzeitig blickte der Altmeister mit Respekt auf die bevorstehende Regeneration. Er habe sich gewünscht, dass dies bereits das Finale gewesen wäre, um sich keine Sorgen um die physische Erholung für den Freitag machen zu müssen.
In seinem 15. Wimbledon-Halbfinale wartet nun eine echte Herkulesaufgabe. Djokovic trifft auf den aktuellen Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner. Der Italiener hatte zuvor den überraschenden Erfolgslauf des Deutschen Jan-Lennard Struff mit einem Viersatzsieg beendet. Das kommende Duell verspricht höchste Brisanz, denn für Djokovic bietet sich die Chance zur Revanche: Vor genau einem Jahr scheiterte er an gleicher Stelle in der Vorschlussrunde am Südtiroler.
Alexander Zverev schätzt in Wimbledon seine Außenseiterrolle, nachdem ihn der extreme Druck in Paris mental belastet hat.
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