Drei Deutsche eröffnen Wimbledon – Djokovic und Sinner schlagen auf
Am Auftakttag von Wimbledon greifen drei deutsche Profis sowie Superstars wie Djokovic und Sinner ins Geschehen ein.
Novak Djokovic ist erfolgreich, aber mit viel Mühe in das prestigeträchtige Rasenturnier von Wimbledon gestartet. Der 24-malige Grand-Slam-Champion bezwang den chinesischen Außenseiter Wu Yibing in vier umkämpften Sätzen und steht damit bei seiner 21. Teilnahme in der zweiten Runde.
Der Auftritt auf dem altehrwürdigen Centre Court begann für den Favoriten ganz nach Maß. Vor den Augen von Fußball-Ikone David Beckham und Latino-Rapper Bad Bunny betrat der Serbe stilecht im weißen Blazer den Rasen und sicherte sich zügig den ersten Durchgang. Doch der Weltranglisten-102. Wu Yibing erwies sich in der Folge als äußerst zäher Gegner. Der Chinese spielte mutig auf, kämpfte aufopferungsvoll um jeden Ball und sicherte sich nicht nur den zweiten Satz, sondern mit lauten Wuuuu-Rufen auch die Sympathien des Londoner Publikums.
In der entscheidenden Phase des dritten Satzes bewies der Favorit jedoch seine ganze Nervenstärke. Beide Kontrahenten gaben sich bei eigenem Aufschlag keine Blöße, ehe Djokovic beim Stand von 4:4 das entscheidende Break gelang. Auch wenn die Kräfte des Routiniers spürbar nachließen, biss er sich durch und verwandelte nach mehr als drei Stunden Spielzeit seinen Matchball zum 6:4, 5:7, 6:4 und 6:4-Endstand.
Für den Weltranglistensiebten ist das Ziel im Londoner Südwesten klar definiert: Mit einem achten Triumph beim Rasenklassiker möchte er im Männer-Einzel mit Rekordsieger Roger Federer gleichziehen. Die körperlichen Voraussetzungen dafür scheinen nach einer schwierigen Phase wieder gegeben. Nachdem eine langwierige Schulterverletzung ihn zuvor monatelang von der Tour fernhielt und er bei den French Open bereits in der dritten Runde am Brasilianer Joao Fonseca scheiterte, betonte der 39-Jährige, nun deutlich besser vorbereitet zu sein. Sein klarer Plan war es, pünktlich zum Wimbledon-Start seine Bestform zu erreichen.
In der nächsten Runde wartet mit dem Griechen Stefanos Tsitsipas bereits ein namhafter Härtetest auf den Serben. Die Motivation dürfte nach dem verpassten Finale im Vorjahr – als er im Halbfinale an Jannik Sinner scheiterte – ohnehin am Maximum sein. Sinner, der aktuelle Titelverteidiger, tat sich zum Auftakt im Übrigen ähnlich schwer: Gegen Djokovics Landsmann Miomir Kecmanovic benötigte der Italiener einen kräftezehrenden Fünfsatz-Nervenkrimi für das Weiterkommen.
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