Serena Williams gewinnt Doppel-Comeback beim Londoner Queen’s Club
Tennis-Legende Serena Williams feiert nach fast vier Jahren Pause ein erfolgreiches Comeback auf der WTA-Tour.
Aryna Sabalenka hat ihr erstes Match nach dem bitteren Ausscheiden bei den French Open erfolgreich absolviert. Beim hochkarätig besetzten WTA-Turnier in Berlin besiegte die belarussische Weltklasse-Spielerin die Russin Ekaterina Alexandrova glatt in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:4. Damit startet sie mit einem wichtigen Sieg in die kurze Rasensaison auf dem Weg nach Wimbledon.
Der Wechsel von der roten Asche auf das schnelle Berliner Grün verlangte der Rechtshänderin einiges ab. Im Duell gegen die Weltranglisten-Neunzehnte wackelte Sabalenka im ersten Satz kurzzeitig. Bei einem Rückstand von 15:40 bei eigenem Aufschlag drohte das Momentum zu kippen. Doch anstatt wie in der Vergangenheit mit Frustration oder Augenrollen zu reagieren, fand die amtierende Australian-Open-Siegerin rasch ihre emotionale Balance. Sie fokussierte sich auf ihre Stärken, wehrte die Breakbälle ab und brachte das Aufschlagspiel durch. Am Ende stand ein souverän wirkender, hart erarbeiteter Zweisatz-Erfolg auf dem Spielberichtsbogen.
Die Nachwirkungen ihres letzten Auftritts in Frankreich waren vor dem Turnierstart in der deutschen Hauptstadt noch deutlich spürbar. Im Viertelfinale von Roland Garros erlebte die Spitzenspielerin gegen Diana Shnaider einen historischen Leistungseinbruch. Nach einer komfortablen Führung verlor sie unfassbare zehn Spiele in Folge und ging im entscheidenden dritten Durchgang mit 0:6 unter. Eine sportliche Bankrotterklärung für die ehrgeizige Athletin, die nach dem Match sogar zynisch über ein vorzeitiges Karriereende scherzte.
Die kurze Vorbereitungszeit von nur drei Wochen bis zum prestigeträchtigen Grand Slam in London zwingt die Tennis-Elite zur schnellen Anpassung. Für Sabalenka geht es dabei aktuell nicht nur um die rein sportliche Umstellung, sondern vor allem um die Bewältigung ihrer jüngsten mentalen Blockaden. Sie selbst bewertete ihre Leistung im Berlin-Auftakt kritisch mit einer sechs oder sieben von zehn Punkten. Jeder Auftritt sei für sie derzeit eine Lektion in Sachen Selbstkontrolle, wie sie nach dem Spiel betonte. Die gezielte Arbeit an der mentalen Seite ihres Spiels steht nun im absoluten Mittelpunkt, um bei der kommenden Mission Wimbledon die Nerven im Zaum zu halten.
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