14

Aryna Sabalenka hat mit einer beeindruckenden Leistung das Viertelfinale der French Open 2026 erreicht. Die Weltranglistenerste aus Belarus besiegte die Japanerin Naomi Osaka im Achtelfinale in Paris nach knapp anderthalb Stunden souverän in zwei Sätzen mit 7:5 und 6:3.

Osaka startet stark, aber der Aufschlag wackelt

Zu Beginn der prestigeträchtigen Night Session auf dem Court Philippe Chatrier erwischte die Herausforderin den deutlich besseren Start. Die viermalige Grand-Slam-Siegerin aus Japan ging schnell mit 2:0 in Führung. Doch die amtierende Nummer eins der Welt fand rasch Antworten. Bis zum Stand von 5:5 lieferten sich beide Athletinnen einen spektakulären Schlagabtausch von der Grundlinie.

Passend zum Thema

Ein entscheidender Faktor in dieser Phase war die Trefferquote beim ersten Aufschlag der Asiatin, die lange Zeit unter der 50-Prozent-Marke lag. Sabalenka, die konstant rund 70 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld brachte, nutzte diese Schwäche gnadenlos aus. Sie attackierte gezielt die zweiten Aufschläge, diktierte das Tempo beim Return und sicherte sich im elften Spiel das späte Break zum Satzgewinn. Ein krachendes siebtes Ass der Belarusin besiegelte schließlich den ersten Durchgang.

Taktische Finesse und pure Power entscheiden das Match

Auch im zweiten Durchgang stemmte sich die aktuelle Nummer 16 der Welt mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Bei einem Stand von 2:2 erkämpfte sich Osaka noch ein über sieben Minuten andauerndes Aufschlagspiel. Danach erhöhte die belarussische Favoritin jedoch nochmals die Schlagzahl. Mit wuchtigen Grundlinien-Schlägen und clever eingestreuten Stoppbällen zermürbte sie ihre Kontrahentin zunehmend.

Das vorentscheidende Break glückte Sabalenka schließlich zum 4:3. Trotz der spürbaren Unterstützung des Pariser Publikums für Osaka ließ sich die Spitzenreiterin nicht beirren. Sie hielt ihre Fehlerquote minimal, dominierte die Ballwechsel und machte mit drei Spielgewinnen in Serie den verdienten Matchgewinn perfekt.

Zufriedenheit und ein Moonwalk zum Abschluss

Im anschließenden Interview auf dem Court zeigte sich die Gewinnerin äußerst zufrieden mit ihrer Taktik. Sie betonte, dass der permanente Druck auf den gegnerischen Service der entscheidende Schlüssel zum Erfolg war. Obwohl sie bei ihrem eigenen Aufschlag noch Steigerungspotenzial sieht, blickt sie voller Selbstvertrauen auf die kommenden Runden.

Für den emotionalen Höhepunkt des Abends sorgte die Weltranglistenerste direkt im Anschluss an ihre Analyse: Mit einem spontanen Moonwalk in Gedenken an Michael Jackson feierte sie ihren Einzug in die Runde der letzten Acht. Damit verabschiedete sie die begeisterten Fans aus einer der seltenen Frauen-Nightsessions in Roland Garros auf überaus unterhaltsame Weise.

Verwandte Beiträge