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Aryna Sabalenka ist bei den French Open unerwartet im Viertelfinale ausgeschieden. Die Weltranglistenerste aus Belarus unterlag der Russin Diana Schnaider nach einem spektakulären Leistungseinbruch mit 6:3, 5:7 und 0:6. Damit platzt für die Top-Favoritin der Traum vom ersten Triumph in Roland Garros vorerst weiter.

Von der Dominanz zum völligen Einbruch

Auf dem Court Philippe-Chatrier sah am Mittwoch zunächst alles nach einem standesgemäßen Favoritensieg aus. Die Vorjahresfinalistin dominierte die Anfangsphase und erspielte sich rasch eine komfortable 5:1-Führung. Doch bei widrigen und windigen Bedingungen, die immer wieder den roten Sand aufwirbelten, verlor Sabalenka zunehmend den Rhythmus. Zwar rettete sie den ersten Durchgang noch ins Ziel, doch die gewohnte Selbstverständlichkeit in ihren kraftvollen Schlägen war verflogen.

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Im zweiten Satz kippte das Momentum endgültig auf die andere Seite des Netzes. Schnaider stemmte sich mit enormer Willenskraft gegen das drohende Aus und erzwang den Entscheidungssatz. Dort war die viermalige Major-Siegerin völlig von der Rolle und stand sichtbar am Rande der Verzweiflung. Nach 2:12 Stunden Spielzeit kassierte Sabalenka die Höchststrafe im letzten Durchgang und verpasste neben dem Halbfinal-Einzug auch ihren 400. Sieg auf der Profitour sowie ihr siebtes Grand-Slam-Halbfinale in Serie.

Schnaider schreibt Geschichte – nun wartet eine Qualifikantin

Für Diana Schnaider markiert der Triumph den bisherigen Höhepunkt ihrer Laufbahn. Die von dem deutschen Trainer Sascha Bajin betreute Spielerin zieht durch den Coup zum ersten Mal in die Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers ein. „Ich bin sprachlos, sehr glücklich. Ich war sehr nervös“, kommentierte die Russin ihren größten Karriereerfolg und fügte hinzu: „Es ist ein sehr besonderer Sieg.“

Im Halbfinale am Donnerstag kommt es nun zu einem völlig unerwarteten Duell. Dort trifft Schnaider auf Maja Chwalinska, die zuvor ihren sensationellen Lauf durch einen 7:6 (7:3), 6:3-Erfolg über Anna Kalinskaja fortsetzte. Die 24-jährige Polin stellte damit eine historische Bestmarke ein: Sie ist die erste Qualifikantin seit der Argentinierin Nadia Podoroska im Jahr 2020, die bei dem Sandplatzklassiker so weit im Turnierbaum vorrücken konnte.

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