Wimbledon 2026: Stich warnt Zverev vor dem Funken eines Zweifels
Ex-Champion Michael Stich gibt Alexander Zverev vor dem Start in Wimbledon wichtige Ratschläge für den Rasen-Klassiker.
Die Auslosung für den Rasenklassiker in Wimbledon hat dem frischgebackenen French-Open-Sieger Alexander Zverev eine knifflige Aufgabe beschert. Der Hamburger trifft in der ersten Runde auf den Belgier Alexander Blockx und könnte im weiteren Turnierverlauf auf seinen erklärten Angstgegner stoßen.
Das ergab die offizielle Ziehung am Freitag im Südwesten Londons. Gegen den Weltranglisten-37. aus Belgien ist der Tokio-Olympiasieger zwar noch ungeschlagen – bei den diesjährigen Masters-Turnieren in Madrid und Rom setzte er sich auf Sand jeweils glatt in zwei Sätzen durch –, doch auf Rasen werden die Karten oft neu gemischt.
Sollte der deutsche Nummer-eins-Spieler die ersten Hürden meistern und den angestrebten zweiten Grand-Slam-Sieg in Folge ins Visier nehmen, droht im Viertelfinale ein brisantes Duell: Taylor Fritz. Gegen den US-Amerikaner kassierte der Hamburger zuletzt sieben Niederlagen in Serie. Erst kürzlich beim Vorbereitungsturnier in Halle zog er im Halbfinale den Kürzeren, wobei ihn dort Rückenprobleme und eine Fehlfunktion seines Insulinsensors sichtlich ausbremsten. Historisch betrachtet tat sich Zverev an der Church Road stets schwer und kam bislang nie über das Achtelfinale hinaus.
Während bei den Herren neben Zverev noch Jan-Lennard Struff (gegen den Argentinier Sebastián Báez), Daniel Altmaier (gegen den Slowaken Alex Molcan) und Yannick Hanfmann (gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard) im Hauptfeld stehen, sieht die Ausgangslage für die deutschen Frauen extrem anspruchsvoll aus.
Die Auslosung meinte es nicht gut mit dem DTB-Team. Lediglich Tatjana Maria, ehemalige Halbfinalistin in Wimbledon und ausgewiesene Rasenexpertin, trifft mit der Kasachin Julija Putinzewa auf eine ungesetzte Gegnerin. Die restlichen deutschen Starterinnen stehen vor enormen Herausforderungen: Laura Siegemund, die im Vorjahr erst im Viertelfinale ausschied, muss gegen die an Position 25 gesetzte Belgierin Elise Mertens ran. Hoffnungsträgerin Eva Lys misst sich direkt mit der French-Open-Halbfinalistin Diana Schnaider.
Noch härter traf es Tamara Korpatsch, die gegen die zweimalige Major-Siegerin Coco Gauff aus den USA antreten muss. Auch Ella Seidel geht als klare Außenseiterin in ihr Duell mit der an Nummer neun gesetzten Tschechin Linda Noskova.
Abseits der deutschen Spiele sorgte die Ankündigung eines spektakulären Einzel-Comebacks für Aufsehen: Serena Williams kehrt auf den Platz zurück. Die 44-jährige, siebenmalige Wimbledon-Siegerin erwischte mit der Weltranglisten-53. Maya Joint aus Australien eine machbare Auftakthürde. Bereits in der dritten Runde könnte es für sie jedoch zum ultimativen Härtetest gegen die polnische Titelverteidigerin Iga Swiatek kommen.
Ex-Champion Michael Stich gibt Alexander Zverev vor dem Start in Wimbledon wichtige Ratschläge für den Rasen-Klassiker.
Alexander Zverev startet in Wimbledon erstmals als Grand-Slam-Champion und peilt trotz Rasenallergie den Titel an.
Wimbledon 2026 startet Ende Juni: Alexander Zverev reist als Mitfavorit an, während Carlos Alcaraz verletzt ausfällt.