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Die nordamerikanische Basketball-Liga wird von zwei tragischen Nachrichten überschattet. Die NBA trauert um den aktiven Spieler Brandon Clarke von den Memphis Grizzlies sowie um den ehemaligen Profi Jason Collins. Während der 29-jährige Clarke überraschend verstarb, erlag der 47-jährige Collins einem schweren Krebsleiden.

Pionier der Sportwelt: Jason Collins stirbt an Gehirntumor

Jason Collins ging weit über seine rein sportlichen Leistungen hinaus in die Geschichte ein. Im Jahr 2013 machte er als erster aktiver Spieler einer großen nordamerikanischen Profiliga seine Homosexualität öffentlich. Damit durchbrach er Barrieren und ebnete den Weg für mehr Toleranz im Spitzensport. Wie seine Familie nun mitteilte, verstarb der Ex-Profi im Alter von 47 Jahren an einem Gehirntumor.

Der frühere Basketballer hatte seine Diagnose im vergangenen November öffentlich gemacht und sich anschließend in Singapur einer experimentellen Behandlung unterzogen. Nach einer kurzen Phase der Besserung kehrte die Krankheit jedoch zurück. Zwischen 2001 und 2014 stand der erfahrene Athlet in der besten Liga der Welt auf dem Parkett. Er begann seine Laufbahn bei den damaligen New Jersey Nets und beendete sie bei derselben Franchise nach deren Umzug in den New Yorker Bezirk Brooklyn.

Tragischer Verlust für die Memphis Grizzlies: Brandon Clarke ist tot

Fast zeitgleich erschütterte die Nachricht über das Ableben von Brandon Clarke die Basketball-Gemeinschaft. Der Forward stand noch aktiv im Kader der Memphis Grizzlies und wurde nur 29 Jahre alt. Die genaue Todesursache wurde von seiner Agentur Priority Sports und seinem langjährigen Team bislang nicht veröffentlicht. In der laufenden Spielzeit konnte Clarke verletzungsbedingt lediglich zwei Partien bestreiten.

Der talentierte Profi kam beim Draft 2019 in die Liga und trug in seiner gesamten Karriere ausschließlich das Trikot der Franchise aus Tennessee. Bereits in seiner Debütsaison überzeugte er auf ganzer Linie und wurde als einer der besten Neulinge der Liga ausgezeichnet. Die Grizzlies zeigten sich in einer ersten Stellungnahme fassungslos über den Verlust eines geliebten Menschen und hervorragenden Teamkollegen.

NBA-Commissioner Adam Silver drückte angesichts beider Todesfälle sein tiefes Mitgefühl aus. Er würdigte Collins für seinen enormen Einfluss, die Sportwelt für künftige Generationen inklusiver zu gestalten, und ehrte Clarke als leidenschaftlichen Spieler sowie geschätzten Anführer auf dem Feld.

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