New York Knicks besiegen Spurs nach historischem 29-Punkte-Comeback
Die New York Knicks drehen einen 29-Punkte-Rückstand gegen die Spurs und stehen kurz vor dem ersten NBA-Titel seit 1973.
Die San Antonio Spurs haben in den NBA Finals ein frühes Aus abgewendet. Am Montagabend gewann das Team aus Texas im New Yorker Madison Square Garden Spiel drei gegen die New York Knicks mit 115:111. Damit verkürzten die Gäste in der Best-of-Seven-Serie auf 1:2 und verhinderten einen historisch fast aussichtslosen 0:3-Rückstand.
Nach zwei enttäuschenden Auftritten hielt San Antonio dem immensen Druck im absoluten Pflichtsieg stand. Allen voran Victor Wembanyama zeigte sein ganzes Können. Der französische Ausnahmespieler, der zuvor von der gegnerischen Defensive um Karl-Anthony Towns stark limitiert wurde, dominierte das Parkett mit 32 Punkten, acht Rebounds und sechs Assists.
Auf der Gegenseite geriet die Angriffsmaschinerie der Hausherren ins Stocken. Die etatmäßigen Scorer Jalen Brunson und OG Anunoby erhielten zu wenig Unterstützung von der Bank. In der engen Schlussphase behielten die Gäste aus Texas die Nerven, wodurch die beeindruckende Serie von 13 Playoff-Siegen in Folge für die Franchise vom Big Apple endete.
Trotz der bitteren Heimpleite gehen die New Yorker mit einem leichten Vorteil in das kommende Spiel vier, das ebenfalls im Garden stattfindet. Die Geschichte spricht für die Mannschaft von der Ostküste: Die Truppe startete mit zwei Auswärtssiegen in die Endspielserie. Zuvor gelang dieses Kunststück nur den Chicago Bulls (1993) und den Houston Rockets (1995) – beide feierten am Ende den Titelgewinn.
Die Spurs können sich bei ihrer Aufholjagd derweil an den Milwaukee Bucks orientieren. Das Team aus Wisconsin verwandelte im Jahr 2021 den letzten 0:2-Rückstand in den Finals noch in einen Triumph.
Das erste Final-Heimspiel der New Yorker seit 27 Jahren wurde abseits des Sports von einem massiven Polizeiaufgebot überschattet. Donald Trump besuchte als erster amtierender US-Präsident ein NBA-Spiel, was zu weitreichenden Absperrungen in Manhattan und der Absage der beliebten Fan-Watch-Party vor der Halle führte.
Die Quittung der Fans ließ nicht lange auf sich warten: Als Trump, der das Spiel aus einer Loge verfolgte, während der Nationalhymne auf dem Videowürfel eingeblendet wurde, hallten laute Buhrufe durch die legendäre Arena. Bereits bei seiner Anfahrt hatten Demonstranten am Straßenrand lautstark gegen den Präsidenten protestiert.
Die New York Knicks drehen einen 29-Punkte-Rückstand gegen die Spurs und stehen kurz vor dem ersten NBA-Titel seit 1973.
Ein bitterer Ballverlust von Victor Wembanyama in der Schlussphase sichert den New York Knicks den Sieg in Spiel zwei.
Die New York Knicks besiegen die San Antonio Spurs zum Auftakt der NBA-Finals mit 105:95 dank einer starken Schlussphase.