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Die deutsche Nationalspielerin Satou Sabally muss in der WNBA auf unbestimmte Zeit pausieren. Nach einem harten Ellenbogenschlag an den Kopf wurde der Star der New York Liberty in das Concussion Protocol der Liga aufgenommen. Der Ausfall weckt auch beim Deutschen Basketball-Bund große Sorgen im Hinblick auf die anstehende Heim-WM.

Rückschlag für New York Liberty: Harter Treffer beim Rebound

Der Zwischenfall ereignete sich im brisanten Duell der New York Liberty gegen die Las Vegas Aces. Beim Kampf um einen Rebound traf NaLyssa Smith die deutsche Ausnahmespielerin mit dem Ellenbogen am Kopf. Zwar kehrte Sabally nach einer kurzen Behandlung zunächst auf das Parkett zurück, musste die Partie jedoch wenig später endgültig abbrechen. Liberty-Cheftrainer Chris DeMarco gab sich unmittelbar nach der Schlusssirene noch optimistisch und sprach von einem harmlosen Schlag, doch genauere medizinische Untersuchungen brachten ein anderes Ergebnis. Die 26-Jährige wurde Ende der vergangenen Woche in das Concussion Protocol der Liga aufgenommen und verpasste bereits die darauffolgenden Begegnungen ihres Teams.

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Strenge Regeln: Das WNBA Concussion Protocol

Wann die Leistungsträgerin wieder für New York auf Korbjagd gehen kann, ist völlig offen. Das standardisierte Protokoll für Gehirnerschütterungen, das sich an den strengen Vorgaben der NBA orientiert, greift bei Kopfverletzungen automatisch. Spielerinnen mit Symptomen wie Schwindel oder Kopfschmerzen müssen zunächst 24 Stunden unter strikter medizinischer Beobachtung bleiben. Erst wenn absolute Symptomfreiheit herrscht, beginnt ein schrittweiser Wiedereinstieg ins Training, der kontaktlose Übungen voraussetzt, bevor die Vereinsärzte grünes Licht für den Wettkampf geben.

Die zunehmende Härte in der WNBA ist derzeit ein vieldiskutiertes Thema. Medienberichten zufolge mussten in der laufenden Saison nach nur einem Viertel der Spielzeit bereits acht Akteurinnen wegen Kopfverletzungen pausieren. Das entspricht der Gesamtzahl der Fälle aus der kompletten vergangenen Spielzeit. Spielerinnen und Trainer fordern angesichts der physischen Spielweise eine konsequentere Linie der Schiedsrichter.

Zittern beim DBB: Verletzungshistorie gefährdet die Heim-WM

Für Sabally, die in der Basketballwelt oft nur The Unicorn genannt wird, ist es nicht die erste schwere Kopfverletzung. Bereits im vergangenen Jahr erlitt sie im Trikot ihres Ex-Teams Phoenix während der Finalserie eine Gehirnerschütterung, die ihr vorzeitiges Saisonaus bedeutete und sie auch im Winter zwang, auf Einsätze in der neuen Unrivaled-Liga zu verzichten.

Die jüngste Diagnose schlägt nun auch Wellen bis nach Deutschland. Beim Deutschen Basketball-Bund blickt man mit großer Sorge auf den Gesundheitszustand der Führungsspielerin. Im September steht die Heim-WM in Berlin auf dem Programm. Die in Schöneberg aufgewachsene Sabally, die 2020 als Nummer zwei im Draft in die WNBA kam, ist der zentrale Baustein im Konzept des DBB, um die historische erste WM-Medaille für die deutschen Basketballerinnen zu erringen.

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